Da sei plötzlich von Gewinnbeteiligungen die Rede, aus Zusatzverträgen gehe hervor, dass weitere Annehmlichkeiten an den Direktor der SEL vereinbart worden seien und dass dieser beinahe alle Dinge des täglichen Gebrauchs ersetzt bekommen habe. „Schien die Bereitschaft der Menschen, den Lügen der Verwalter zu glauben, lange Zeit als unerschöpflich, so kann man nun feststellen, dass sie Tag für Tag nachlässt. Transparenz und lückenlose Aufklärung schauen anders aus als es die SVP-Landesregierung vorgibt“, schreibt der freiheitliche Fraktionssprecher im Landtag.Er habe in den vergangenen Jahren immer wieder mittels Landtagsanfragen Auskunft über die Bezüge der Präsidenten, Direktoren und Geschäftsführer von Landesgesellschaften und Gesellschaften mit Landesbeteiligung verlangt. Lange Zeit habe sich die Landesregierung geweigert, die entsprechenden Zahlen und Beträge zu nennen, was insbesondere am Beispiel des SMG-Direktors Christoph Engl festzumachen gewesen sei. Nun würden zwar die Gehälter der Verwalter halbjährlich veröffentlicht; wie das Beispiel des ehemaligen SEL-Direktors jedoch zeige, sei zumindest in seinem Fall nur ein Teil der Wahrheit bekannt geworden.„Ich habe bereits eine Anfrage zu den tatsächlich ausbezahlten Gewinnbeteiligungen an den ehemaligen SEL-Direktor Maximilian Rainer gestellt. Da wird sich hoffentlich herausstellen, wer die Wahrheit gesagt und wer gelogen hat. Zusätzlich werde ich danach fragen, welche weiteren Verwalter in Landesgesellschaften bzw. in Gesellschaften mit Landesbeteiligung Zusatzverträge abgeschlossen und/oder Gewinnbeteiligungen ausgehandelt haben. Sollte es solche geben, ist die Landesregierung aufgefordert, diese auch zu veröffentlichen. Dann würde sich auch die Frage stellen, ob sie wieder einmal von nichts gewusst hat“, schließt Leitner.