Bis Ende dieses Jahres rechnet die Regierung Berlusconi mit einem Defizit von fünf Prozent, 2009 waren es noch 5,3 Prozent gewesen.Das Defizit soll 2011 auf 3,9 Prozent und 2012 auf 2,7 Prozent fallen, also unter die von dem europäischen Stabilitätspakt vorgesehene Drei-Prozent-Schwelle. Tremonti versicherte, dass die Verschuldung in Italien langsamer als in anderen Ländern wachse. „Kein Wachstum ist ohne Stabilität der Bilanzen möglich. Es gibt keine Wahl zwischen Wachstum und strengem Sparkurs. Das hohe Defizit führt zu Unausgewogenheit und Armut für die gegenwärtigen und die nächsten Generationen“, meinte Tremonti. Alle EU-Länder seien zu Ausgabeneinschnitten gezwungen.Der Minister sprach sich für klare Regeln aus, um die Finanzmärkte unter Kontrolle zu halten. „Nicht nur die öffentlichen Finanzen, auch die private Finanz muss unter Kontrolle gehalten werden. Wenn man die Ursachen der Krise betrachtet, ist es offensichtlich, dass man das private Finanzsystem unter Kontrolle halten muss“, so der Minister.apa