„Italien würde der Verlust seiner Souveränität drohen. Der IWF verleiht Kapital und verlangt dafür die Umsetzung seines Programms. Wir wären das erste große Land unter Kontrolle des IWF-Programms“, warnte Tremonti.„Die größte Gefahr für Italien ist nicht, einen zusätzlichen Sparplan zu verabschieden, sondern beim IWF um Hilfe bitten zu müssen, wie uns sowohl von Finanzkreisen als auch in der EU geraten wird“, warnte Tremonti.„Mit dem IWF besteht die Gefahr einer dramatischen politischen Spaltung des Euro-Raums zwischen Staaten der ersten Klasse, die immer mehr zählen, und der zweiten Klasse, die immer weniger zählen und die den Strick am Hals haben“, so der Wirtschaftsexperte.Kontrolleure des Internationalen Währungsfonds (IWF) sollen noch im Jänner nach Italien reisen, um die Sparbemühungen der neuen Regierung um Mario Monti zu überwachen. Bisher wurde kein genaues Datum für die Visite genannt. Der frühere Ministerpräsident Silvio Berlusconi hatte sich bei einem EU-Gipfel in Cannes im November bereiterklärt, die Sparpolitik des Landes durch EU und IWF enger überwachen zu lassen. Die Nachfolge-Regierung um Monti hat erst vor kurzem ein 33 Milliarden Euro schweres Sparpaket aufgelegt.apa