Mittwoch, 01. März 2017

Trentino: Ab 2020 nur mehr 166 Gemeinden

Die Regionalregierung finanziert die Trentiner Gemeindenzusammenlegung. „Damit gehen wir den richtigen Weg weiter“, findet Regionalassessor Josef Noggler.

2020 wird es im Trentino 57 Gemeinden weniger als zehn Jahre zuvor.
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2020 wird es im Trentino 57 Gemeinden weniger als zehn Jahre zuvor. - Foto: © shutterstock

Ein Weg der 2010 eingeschlagen wurde. Das Trentino zählte damals 223 Gemeinden und damit fast doppelt so viele wie Südtirol.

Viele dieser Gemeinden waren Kleinstgemeinden, von denen einige zusammengelegt wurden. In der Gemeinde Ledro wurden Molina di Ledro, Pieve di Ledro, Concei, Bezzecca, Tiarno di Sotto und Tiarno di Sopra zusammengeschlossen. Im selben Jahr wurden auch die Gemeinden Bleggio Inferiore und Lomaso zur Gemeinde Comano Terme zusammengefasst.

Inzwischen ist eine Reihe weiterer neuer Gemeinden durch die Fusion kleinerer Gemeinden entstanden. Für weitere Zusammenlegungen wurden unter anderem auch über Volksbefragungen die Weichen gestellt.

Ab 2020 nur mehr 166 Gemeinden

Ab dem Jahr 2020 wird es somit im Trentino - nach der Schaffung der neuen Gemeinden Novella, Ville di Fiemme und Alta Val di Non sowie die Zusammenlegung von Faedo mit San Michele an der Etsch -  166 Gemeinden geben, 57 weniger als zehn Jahre zuvor.

Regionalassessor Josef Noggler bezeichnet die Fusion von Nachbargemeinden zu größeren Gemeinden als ein wichtiges Ziel, das die Regionalregierung anstrebe. "Wir wollen die Zahl der Gemeinden verringern. Diesen Weg, den wir erfolgreich eingeschlagen haben, wollen wir fortsetzen, und zwar nicht von Oben herab, sondern mit Zustimmung der Bevölkerung durch Volksbefragungen", erklärte der zuständige Regionalsassessor nach der Sitzung der Regionalregierung am Mittwoch.

Finanzielle Starthilfe

Die Regionalregierung hat den Trentiner Gemeinden Brez, Cagnò, Carano, Cloz, Daiano, Faedo, Nave San Rocco, Revò, Romallo, San Michele all'Adige, Varena und Zambana, die vor dem Zusammenschluss stehen, 260.000 Euro als Starthilfe für den Veränderungsprozess zur Verfügung gestellt.

Zudem hat sie auf Vorschlag von Regionalassessor Noggler, den Gemeindenverbänden des Trentino und von Südtirol einen Zuschuss von insgesamt 1,2 Millionen Euro für die ordentliche Verwaltungstätigkeit gewährt. 

stol/lpa

stol