Er wolle im Ausschuss die „besten Köpfe“ haben: Ein Vorhaben, das sowohl seinerseits als auch vonseiten der SVP Kompromisse erfordere, wie er in einer Aussendung schreibt. „Bereits vor den Wahlen äußerte ich stets mein Vorhaben als Bürgermeister, den Ausschuss mit kompetenten Leuten unabhängig von welcher Gruppierung zusammensetzen. Dabei ist es mir wichtig, den Wählerwillen ernst zu nehmen und zu respektieren“, schreibt Trettl. Sein erster Vorschlag zur Besetzung des Ausschusses mit acht Referenten lautete folgendermaßen: vier Vertreter der SVP, zwei Vertreter der Bürgerliste, ein Vertreter der Liste „Eppan Aktiv“ sowie ein Vertreter der italienischen Sprachgruppe. Ein politischer Rückblick „Bei dieser Konstellation gestand ich den SVP-Vertretern das Amt des Vizebürgermeisters zu. Das Edelweiß verlangte jedoch sechs bis sieben Referenten. Daraufhin bot ich der SVP beim ersten Treffen großzügig fünf Referenten ohne das Amt des Vizebürgermeisters an“, lässt Trettl die bisherigen Verhandlungen Revue passieren. Weder die Verhandlungspartner noch der Koordinierungsausschuss hätten diesem Angebot zugestimmt. Vielmehr: „Die SVP hat neue Ansprüche gestellt. Beim nächsten Treffen forderte sie das Amt des Vizebürgermeisters, das unantastbare Vorschlagsrecht der Referenten und sie lehnte es ab, Eppan Aktiv mit in den Ausschuss zu nehmen“, so Trettl, der unterstreicht, dass er auf diese Forderung nicht eingehen haben können. Freiheitliche und italienische Vertreter bekunden Interesse „Als gewählter Bürgermeister vertrete ich alle Bürger. Deshalb unterbreitete ich ihnen erneut meinen ersten Vorschlag mit dem Vizebürgermeister und vier Referenten. Die SVP nahm sich eine Bedenkzeit von einer Woche“, so Trettl, der in der Aussendung darauf verweist, dass in der Zwischenzeit beide gewählten italienischen Vertreter und die Freiheitlichen ihr Interesse bekundet hätten, Verantwortung zu übernehmen. Das letzte Gespräch mit der SVP habe es am 2. Juni gegeben, wo das Edelweiß erneut unterstrich, keinen dritten deutschsprachigen Koalitionspartner zu tolerieren. „Mein Angebot lautet nun: vier SVP Referenten mit dem Vizebürgermeister oder fünf SVP Referenten ohne Amt des Vizebürgermeisters.“ „Wir haben einen Wählerauftrag und den gilt es umzusetzen“ Er warte noch auf die Antwort der SVP, weshalb auch die Verteilung der Aufgabenbereiche noch nicht konkret angegangen habe werden können. Trettl fordert nun etwas Eile an: „Es wäre mir wichtig den Ausschuss mit den „besten Köpfen“ zusammenzustellen. Da musste ich durch mein Entgegenkommen schon einige Abstriche machen. Ich erwarte mir daher, dass in der kommenden Woche intensiv an den Programmpunkten gearbeitet wird. Wir haben alle einen Wählerauftrag, den es gilt umzusetzen“, schließt Trettl.