Dienstag, 04. Januar 2022

Trotz Rekord bei Neuinfektionen: Johnson gegen neue Einschränkungen

Der britische Premierminister Boris Johnson will trotz einer Rekordzahl an Corona-Neuinfektionen in England ohne strengere Einschränkungen auskommen.

Der britische Premier Boris Johnson will die Coronaregeln in seinem Land nicht verschärfen.
Der britische Premier Boris Johnson will die Coronaregeln in seinem Land nicht verschärfen. - Foto: © APA/afp / JACK HILL
Der konservative Politiker kündigte am Dienstag in London an, an seinem sogenannten Plan B festzuhalten. Dazu gehört eine Maskenpflicht in Innenräumen, die Empfehlung, von zuhause zu arbeiten, und 3-G-Nachweise (also: geimpft, genesen oder getestet) für Clubs und Großveranstaltungen. Der Plan gilt seit mehreren Wochen.

Viele Experten fordern härtere Maßnahmen, um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern, wie sie sich in einigen Kliniken bereits andeutet. Wegen der hohen Zahl an Neuinfektionen fallen in vielen Krankenhäusern Beschäftigte aus. Am Dienstag wurden in Großbritannien mehr als 218.000 Neuinfektionen gemeldet. Darin sind einige Nachmeldungen der vergangenen Tage enthalten. Die 7-Tage-Inzidenz – also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche – lag zuletzt bei 1597 (Stand: 30. Dezember).

Johnson begründet seine Linie damit, dass mittlerweile erwiesen sei, dass die in England und Schottland vorherrschende Omikron-Variante mildere Verläufe von Covid-19 verursache. Es kämen nicht mehr so viele Infizierte auf Intensivstationen. 9 von 10 Patienten auf den Intensivstationen hätten noch keine Booster-Impfung, hieß es. Johnson rief seine Landsleute erneut auf, sich eine Auffrischimpfung geben zu lassen.

apa