Samstag, 04. Juli 2020

Trump beschwört zum Unabhängigkeitstag Überlegenheit der USA

Ungeachtet der Corona-Krise hat US-Präsident Donald Trump bei einer Zeremonie zum Unabhängigkeitstag am Mount Rushmore die Überlegenheit seines Landes betont. Die USA seien „das gerechteste und außerordentlichste Land, das jemals auf der Erde existiert hat“, sagte Trump am Freitagabend (Ortszeit) vor tausenden Menschen in Mount Rushmore.

US-Präsident Trump ist wie immer von sich überzeugt.
US-Präsident Trump ist wie immer von sich überzeugt. - Foto: © APA (AFP) / SAUL LOEB
In die Felsen im Bundesstaat South Dakota sind die Konterfeis der vier bedeutenden früheren US-Präsidenten George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln gehauen. Zu Trumps Rede und einem Feuerwerk hatten sich dort zahlreiche Menschen versammelt, die wenigsten von ihnen trugen Masken.

Das Ereignis am Vorabend des Unabhängigkeitstages stand unter Eindruck der US-Präsidentschaftswahlen am 3. November. „Noch 4 Jahre“, riefen zahlreiche Anhänger Trumps mit Blick auf seine mögliche Wiederwahl. In landesweiten Umfragen schneidet er allerdings schlecht ab - nicht zuletzt wegen der Corona-Krise. Das neuartige Coronavirus breitet sich in den USA immer stärker aus. In den vergangenen 24 Stunden erreichte die Zahl der täglichen Neuinfektionen in den USA mit 57.683 einen neuen Rekord.

Für Kontroversen sorgt in den USA derzeit auch der Umgang mit Rassismus und dem Erbe der Sklaverei. Mit Blick auf die Zerstörung von Statuen von Persönlichkeiten, die wegen ihrer Unterstützung der Sklaverei umstritten sind, kritisierte Trump am Mount Rushmore „eine Kampagne, die darauf abzielt, unsere Geschichte auszulöschen, unsere Helden zu diffamieren, unsere Werte zu unterdrücken und unsere Kinder zu indoktrinieren“. Die US-Bürger seien aber „stark und stolz“.

apa