Samstag, 15. Dezember 2018

Trump besetzt Stabschef-Posten zunächst mit Budgetchef

Nach einer weiteren Absage eines möglichen Kandidaten besetzt US-Präsident Donald Trump den zentralen Job seines Stabschefs im Weißen Haus zunächst mit seinem bisherigen Budgetchef.

Mick Mulvaney vorläufiger Stabschef "ohne Zeitlimit". - Foto: APA (AFP)
Mick Mulvaney vorläufiger Stabschef "ohne Zeitlimit". - Foto: APA (AFP)

Trump teilte am Freitagabend (Ortszeit) auf Twitter mit, er werde Budgetchef Mick Mulvaney zum amtierenden Chef des Stabes ernennen. Trump hatte bereits am vergangenen Samstag verkündet, dass er sich zum Jahresende von seinem derzeitigen Stabschef John Kelly trennen werde.

Mulvaney habe in seiner bisherigen Funktion als Haushaltsdirektor „herausragende“ Arbeit geleistet, erklärte Trump. Er freue sich darauf, mit ihm in seiner neuen Position zusammenzuarbeiten. Seinen amtierenden Stabschef Kelly lobte Trump als „großen Patrioten“.

Als Favorit galt ein anderer 

Als Favorit für die Nachfolge des Ex-Vier-Sterne-Generals Kelly galt der Stabschef von Vizepräsident Mike Pence, Nick Ayers. Ayers teilte aber am Sonntag mit, er werde das Weiße Haus verlassen. Als weiterer Kandidat wurde der frühere Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, gehandelt. Christie erteilte dem Präsidenten aber am Freitag eine Absage.

In einer Mitteilung Christies an die „New York Times“ hieß es, es sei eine Ehre, dass Trump ihn für den Posten in Erwägung ziehe. „Allerdings habe ich dem Präsidenten gesagt, dass jetzt nicht die richtige Zeit für mich oder meine Familie ist, diese schwerwiegende Aufgabe zu übernehmen.“

Der Posten des Stabschefs gilt als einer der wichtigsten 

Der Abgang Kellys gehört zu einer Reihe von Personalwechseln, mit denen Trump sein Team neu aufstellen will. Der Posten des Stabschefs gilt als einer der wichtigsten in Washington.

Der Inhaber setzt die Prioritäten des Präsidenten um und soll sicherstellen, dass das Staatsoberhaupt über die notwendigen Informationen für seine Entscheidungen verfügt. Trumps erster Stabschef, Reince Priebus, blieb sechs Monate im Amt.

APA/dpa/Reuters/AFP 

stol