Die Wochenschau fällt ernüchternd, ja richtiggehend niederschmetternd aus. Da ist offensichtlich Weltbewegendes passiert. Weit weg von uns und direkt vor unserer Haustür. Zu Donald Trump ist vieles, alles und nichts gesagt. Die Amerikaner wollten ihn und haben ihn schlussendlich bekommen. Zugleich wurde dieser ziemlich auffällige Person indirekt auch uns aufs Auge gedrückt. Wie die Weltbühne umgestaltet wird, das werden wir sehen. Wir können nur zuschauen und heimlich hoffen, dass es nicht allzu schlimm kommt. <BR /><BR /><embed id="dtext86-67316660_quote" /><BR /><BR />Großartige Strategien am alten Kontinent, wie mit der neuen und schon erlebten Situation umgehen, gibt es nicht. Die Agenda der EU-Politik ist verschwommen und unverständlich. Europa ist ziemlich lahm geworden. Erschwerend kommt dazu, dass sich das in den vergangenen Jahren permanent verschnupfte Deutschland jetzt auch noch endgültig krank gemeldet hat. Wann dieser Riese wieder auf die Beine kommt, kann niemand sagen. Sicher ist: Jeder weitere Tag im Krankenbett ist fatal. <BR /><BR />Wer dieses Siechen der Bundesrepublik in den vergangenen Jahren bewusst mitverfolgt hat, der befand sich sozusagen im ständigen Staun-Modus. Die politischen Wege waren gepflastert von wirren Maßnahmen und absurden Entscheidungen. Dass es den deutschen Michl da früher oder später aus der Spur wirft, war nur eine Frage der Zeit. Geworden ist es ein Totalschaden. Für Deutschland. Für Europa. Für die ganze Welt. <BR /><BR /><embed id="dtext86-67316662_quote" /><BR /><BR />Die derzeit offensichtlich schlechte Weltenenergie hat auch hierzulande für Zoff und Diskussion gesorgt. Innerhalb der Regierungskoalition, in der Bozner SVP und auch beim Thema sinkende Kaufkraft, mickrige Löhne, steigende Armut. Viele Wortspenden zu diesem Thema sind oft belehrend, besserwisserisch, ganz besonders schlau. An der Tatsache, dass wir vor einem veritablen Problem stehen, ändert sich dadurch nichts. Ziemlich erstaunlich ist, dass sich die Politik in vielen Fragen zum Thema oft überheblich zeigt. <BR /><BR />Ein angemessenes Gehalt hat etwas mit Würde zu tun. Und auch mit Wertschätzung. Viel zu viele Plattitüden werden in die Diskussion geworfen. Nur selten nehmen sich die Verantwortungsträger in Politik und Wirtschaft die Zeit, das Thema aufzudröseln, wohl wissend, dass die Erkenntnis eine andere wäre, als die propagierte. <BR /><BR />Wer mit offenen Sinnen den Alltag erlebt, sieht und erfährt wie kritisch die Situation für ganz viele Menschen in unserem Land ist. An kleinen Schrauben zu drehen, ist da mittlerweile zu wenig. Es braucht den großen Werkzeugkoffer, um die Reparatur in Angriff nehmen zu können. Man sollte aber endlich wollen und ins Tun kommen.<BR /><BR /> <a href="mailto:michael.fink@athesia.it" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">michael.fink@athesia.it</a>