Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot hatte Trumps Einladung am Montag vorerst abgelehnt. Frankreich müsse „nein sagen, weil die Charta dieses 'Friedensrates' über den Gazastreifen und damit über den von den Vereinten Nationen unterstützten Friedensplan hinausgeht“, sagte Barrot vor Abgeordneten. <BR /><BR />Trumps Zolldrohungen wurden am Dienstag postwendend und mit scharfen Worten zurückgewiesen. Man habe Trumps Äußerungen „zur Kenntnis genommen“, hieß es am Dienstag im Umfeld Macrons. „Drohungen mit Zöllen zur Beeinflussung unserer Außenpolitik sind inakzeptabel und wirkungslos“, hieß es weiter.<BR /><BR />Ungeachtet der zurückhaltenden Rückmeldungen europäischer Verbündeter plant Trump für diesen Donnerstag eine Ankündigung zu seinem „Friedensrat“. Diese sei für 10.30 Uhr im Schweizer Alpenort Davos avisiert, wie das Weiße Haus mitteilte. Medienberichten zufolge will Trump dann die sogenannte „Charta des Friedensrates“ unterzeichnen. Das Format dürfte am Rande des derzeitigen Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos stattfinden. Dort wird Trump am Mittwoch zu einer Rede vor internationalem Publikum erwartet.<h3> Auch Putin soll in „Friedensrat“</h3>Die Trump-Initiative werfe Fragen, insbesondere im Bezug auf die „Achtung der Prinzipien und der Struktur der Vereinten Nationen“ auf, hieß es zudem aus dem Umkreis von Macron. Diese Prinzipien dürften auf gar keinen Fall in Frage gestellt werden. Frankreich gehört wie die USA zu den fünf ständigen, mit Vetorecht ausgestatteten Mitgliedern des UNO-Sicherheitsrates.<BR /><BR />Indes bestätigte Trump am Montag, dass auch Russlands Präsident Wladimir Putin Teil des sogenannten Friedensrates werden soll. „Ja, er wurde eingeladen“, sagte Trump. Putin führt seit fast vier Jahren einen umfassenden Aggressionskrieg gegen den Nachbarn Ukraine.<BR />Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums bestätigte am Dienstag, dass Peking ebenfalls eine Einladung erhalten habe. Ob sich China beteiligen will, wurde zunächst nicht klar. Auch die Türkei lud Trump ein. Präsident Recep Tayyip Erdogan werden bald entscheiden, ob er die Einladung annimmt, hieß es aus dem Außenamt in Ankara. Laut dem israelischen Außenminister Gideon Saar wurde auch Israel eingeladen.<h3> USA wollen UNO weiter schwächen</h3>Trump will mit dem „Friedensrat“, den er selbst leiten will, ein Gremium schaffen, das in Konkurrenz zu den Vereinten Nationen weltweit Konflikte lösen soll. Der US-Präsident hatte die UNO regelmäßig kritisiert und in diesem Monat den Rückzug der USA aus 66 internationalen Organisationen verkündet.<BR /><BR />Mehrere Länder haben bereits eine Einladung für eine Mitgliedschaft in dem „Friedensrat“ erhalten, darunter aus Europa Deutschland. Der deutsche Regierungssprecher Stefan Kornelius sagte am Montag, man werde in Absprache mit ihren Partnern darüber beraten, wie sie mit dieser Einladung umgehe. Eine Zusage für die Teilnahme Deutschlands gab er noch nicht ab. Auch andere europäische Ländern sind zurückhaltend.<BR /><BR />Der „Friedensrat“ war ursprünglich zur Überwachung des Wiederaufbaus im Gazastreifen ins Leben gerufen worden. In der achtseitigen Charta der Initiative wird das Palästinenser-Gebiet jedoch nicht ausdrücklich genannt. Für einen ständigen Sitz in Trumps „Friedensrat“ sollen Mitgliedstaaten eine Gebühr in Höhe von mehr als einer Milliarde Dollar zahlen. Wer sie nicht bezahlt, hat nur Anrecht auf einen dreijährigen Sitz in dem Gremium.