Mittwoch, 09. September 2020

Trump für Friedensnobelpreis vorgeschlagen

US-Präsident Donald Trump ist von einem norwegischen Abgeordneten für den Friedensnobelpreis 2021 vorgeschlagen worden. Christian Tybring-Gjedde von der populistischen Fortschrittspartei verwies im US-Sender Fox News am Mittwoch zur Begründung auf Trumps Schlüsselrolle bei der historischen Friedensvereinbarung zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) im Vormonat.

Für den diesjährigen Friedensnobelpreis kommt die Nominierung aber zu spät.
Für den diesjährigen Friedensnobelpreis kommt die Nominierung aber zu spät. - Foto: © APA/getty / Sean Rayford
Trump sollte wegen der „bahnbrechenden Vereinbarung“, die die Normalisierung der Beziehungen zwischen den lange verfeindeten Ländern eingeleitet habe, geehrt werden, sagte Gjedde.

Israel und die Vereinigten Arabischen Emirate hatten gemeinsam mit den USA am 13. August verkündet, eine „vollständige Normalisierung ihrer Beziehungen“ aufzunehmen. Im Zuge der Vereinbarung verzichtet Israel vorübergehend auf seine Annexionspläne für Teile des besetzten Westjordanlands.

Frist für diesjährigen Friedensnobelpreis bereits abgelaufen

Trumps Vorgänger, der Demokrat Barack Obama wurde im Dezember 2009 mit dem Friedensnobelpreis geehrt. Für den diesjährigen Friedensnobelpreis, dessen neuer Preisträger immer im Oktober bekanntgeben wird, kommt die Nominierung aber zu spät, wie dpa berichtet. Ende Februar hatte das norwegische Nobelkomitee mitgeteilt, dass bis zum Ablauf der Frist 317 Kandidaten nominiert wurden.

apa