Die iranische Führung sei „doppelzüngig“, wenn sie behaupte, es gebe keine Gespräche mit den USA zur Beendigung des Krieges, schrieb Trump weiter. „Ob der Iran es zugeben will oder nicht - wir sprechen tatsächlich über eine Lösung für ein Problem, das sie seit Jahrzehnten verursacht haben.“ Er bezog sich damit auf das iranische Atomprogramm. Der Iran werde „niemals“ Nuklearwaffen haben, bekräftigte er.<BR /><BR />Wie der Sprecher des Außenministeriums in Teheran, Esmaeil Baghaei, am Montag sagte, spreche man mit dem Oman über eine vorübergehende Lösung für eine sichere Route durch die Seestraße von Hormuz. Eine Einigung mit dem Nachbarland reiche jedoch nicht aus, um die Wasserstraße wieder zu öffnen.<h3> „Umrisse einer Einigung“</h3>Solange die „Aggression“ der USA andauere, werde sich an der Situation nichts ändern, heißt es weiter. Zuvor hatte US-Präsident Trump von einer Fortsetzung weiterer Luftangriffe auf den Iran abgesehen und Gespräche zwischen den USA und dem Iran angekündigt. Die Verhandlungen würden im Laufe des Montag aufgenommen, hatte Trump an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One gesagt.<BR /><BR />Trump sprach von den „Umrissen einer Einigung“, die sich abzeichneten. Allerdings steht er mit dieser Darstellung allein auf weiter Flur. Die zentralen Streitthemen - die Kontrolle über die Schifffahrt durch die Straße von Hormuz und das Schicksal des iranischen Atomprogramms - sind inhaltlich höchst komplex und die Interessen der Konfliktparteien gegenläufig.<h3> „Das ist eine separate Diskussion“</h3>Derzeit gebe es keine Unterredungen mit den USA. Auch sei nicht geplant, in diesen Tagen Vertreter der Washingtoner Regierung zu empfangen oder selbst eine Delegation zu entsenden, sagte Baghaei. Alle iranischen Unterhändler hielten sich derzeit in ihrer Heimat auf. Einzige Ausnahme sei Außenminister Abbas Araqchi, der auf Pilgerreise im Irak sei. Einem hochrangigen iranischen Insider zufolge steht Araqchi mindestens bis Ende der Woche nicht für Verhandlungen zur Verfügung.<BR /><BR />Baghaei betonte auf einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz, die einzigen derzeit laufenden Gespräche seien jene mit dem Oman über die Verwaltung der Seestraße von Hormuz. Dabei gehe es um Schifffahrtsrouten. Dies habe allerdings nichts mit Gesprächen über eine allgemeine Öffnung der Meerenge zu tun. „Das ist eine separate Diskussion.“ Eine Einigung mit dem Oman reiche zudem nicht für eine vollständige Öffnung des Seeweges aus.