Donnerstag, 07. Februar 2019

Trump kündigt Fortsetzung von US-Kampf gegen IS an

US-Präsident Donald Trump hat versichert, dass er sich trotz des angekündigten Abzugs der US-Truppen aus Syrien weiterhin dem Kampf gegen die Jihadistenmiliz „Islamischer Staat” verpflichtet sieht. Seine Regierung werde „alles Notwendige tun, um jedes Gramm und jede letzte Person dieses IS-Wahnsinns zu besiegen”, sagte Trump bei einer internationalen Großkonferenz zum Anti-IS-Kampf in Washington.

Pompeo hält den IS weiterhin für eine Bedrohung. - Foto: APA (AFP)
Pompeo hält den IS weiterhin für eine Bedrohung. - Foto: APA (AFP)

Trump äußerte in seiner Rede die Erwartung, dass die Miliz schon in den nächsten Tagen ihre letzten Gebiete in Syrien und im Irak verlieren wird. Das US-Militär habe zusammen mit seinen Partnern in der Militärkoalition gegen den IS und den kurdisch geführten Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) nahezu das gesamte ehemalige IS-Territorium in den beiden Ländern befreit.

„Irgendwann nächste Woche” werde voraussichtlich offiziell verkündet, „dass wir 100 Prozent des Kalifats haben werden”, sagte Trump. Das „Kalifat” hatte der IS 2014 ausgerufen. Trump betonte aber, dass auch nach einer völligen Rückeroberung dieser Gebiete die Miliz gefährlich bleibe. „Überreste - das ist alles was sie haben, Überreste - aber Überreste können sehr gefährlich sein”, sagte er über die IS-Kämpfer.

Änderung bei „Art des Kampfes” gegen die Jihadisten 

US-Außenminister Mike Pompeo hatte zuvor bei der eintägigen Konferenz von 74 Staaten und 5 internationalen Organisationen hervorgehoben, dass sich allerdings die „Art des Kampfes” gegen die Jihadisten ändere. Der Kampf werde künftig „nicht unbedingt in erster Linie militärisch” sein. Trump nannte die Bekämpfung der IS-Propaganda im Internet als einen Schwerpunkt.

Der US-Präsident hatte im Dezember für Entsetzen bei internationalen Verbündeten wie auch bei US-Außen- und Verteidigungspolitikern seines eigenen Lagers mit seiner Ankündigung gesorgt, alle 2000 in Syrien stationierten US-Soldaten abzuziehen.

Er begründete dies damals damit, dass der Kampf gegen die Miliz „gewonnen” sei - sein Verteidigungsminister Jim Mattis trat daraufhin aus Protest zurück. Schon in den vergangenen Wochen schränkte Trump aber seine Aussagen zum Truppenabzug und zum Stand des Kampfes gegen die Jihadisten stark ein.

„Zeit im Blick“ hat ebenfalls davon berichtet.

apa/ag./dpa

stol