Donnerstag, 18. Juni 2020

Trump: Leider gibt es „ein wenig“ systematischen Rassismus in den USA

US-Präsident Donald Trump hat eingeräumt, dass es systematischen Rassismus in den USA gibt. Er würde gerne glauben, dass es nicht so sei, sagte Trump dem „Wall Street Journal“. „Aber leider gibt es wahrscheinlich ein wenig. Ich würde auch sagen, dass es wesentlich weniger ist als früher.“

Donald Trump räumt nun ein, dass es „ein wenig“ systematischen Rassismus in den USA gebe.
Donald Trump räumt nun ein, dass es „ein wenig“ systematischen Rassismus in den USA gebe. - Foto: © SID / ANDREW CABALLERO-REYNOLDS
In der Diskussion um Polizeigewalt gegen Schwarze nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz bemühte sich Trumps Regierung zuletzt um den Eindruck, dass Rassismus dort kein umfassendes Problem sei. Trump hat immer wieder betont, dass die meisten Polizisten aus seiner Sicht „gute Leute“ seien.

Trump wird in der Debatte über Rassismus und Polizeigewalt vorgeworfen, sich nicht eindeutig gegen Rassismus zu positionieren. Der designierte Präsidentschaftskandidat der Demokraten, Joe Biden, hat sich seit Floyds Tod mehrfach gegen „systematischen Rassismus“ und die anhaltende Ungleichheit in den USA ausgesprochen. Trump bewirbt sich im November um eine 2. Amtszeit.

Am Mittwoch hatte Trump ein Polizeidekret unterzeichnet, laut dem Beamte den Würgegriff nur noch in für sie lebensbedrohlichen Situationen anwenden dürfen.

apa/stol

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