+ von Thomas J. Spang<BR /><BR />Die Kundgebung von Kamala Harris (59) und ihrem Running Mate auf dem Flughafen von Detroit konnten die Menschen im Livestream verfolgen. Rund 15.000 Neugierige waren vergangene Woche vor Ort dabei, als Air Force 2 landete. Sie teilten über die sozialen Medien Hunderttausende Bilder von dem enthusiastischen Empfang der Präsidentschaftskandidatin, die in dem Swing State Michigan ihren Vize Tim Walz vorstellte. <BR /><BR />Donald Trump ringt um Erklärungen für die Kamalamania, die ihm die Show stiehlt. Am Sonntag bot er seinen Anhängern eine an. „Ist jemandem aufgefallen, dass Kamala auf dem Flughafen GEMOGELT hat?“, fragte er auf seinem hauseigenen Netzwerk. „Da war niemand an dem Flugzeug. Sie hat mit KI eine massive Menge und sogenannte Anhänger erzeugt, ABER DIE GAB ES NICHT!“<BR /><BR />Tatsächlich war die Menschenmenge so echt wie die 12.000 Teilnehmer in Las Vegas, die 14.000 in Philadelphia, die 15.000 in Phoenix, 12.000 in Eau Claire und die 8000 in Atlanta, die Harris und Walz bei ihrer Tour durch die Swing States sehen wollten.<h3> KI-Manipulation</h3>Dass Trump über KI-Manipulationen fantasiert, die sehr einfach zu widerlegen sind, wirft die Frage auf, ob der 78-Jährige den Bezug zur Realität verloren hat. „Das sind nicht konspirative Tiraden aus den düstersten Winkeln des Internets“, merkt der Wahlstratege David Plouffe auf „X“ an. „Der Verfasser könnte in den Besitz der nuklearen Codes gelangen und für Entscheidungen verantwortlich sein, die uns über Jahrzehnte betreffen.“<BR /><BR />Trump hatte bereits bei seiner Pressekonferenz vergangene Woche falsche Behauptungen aufgestellt. „Niemand hat vor größeren Mengen gesprochen als ich“, behauptete er. Und verstieg sich dann in die nachweislich unrichtige Aussage, dass er am 6. Januar 2021 vor dem Sturm seiner Anhänger auf den Kongress mehr Menschen angezogen hätte als Martin Luther King bei seinem Marsch auf Washington. <BR /><BR />Die Besessenheit des Narzissten mit jubelnden Massen als Maßstab politischen Erfolgs trat nach seiner Amtseinführung 2017 voll zutage. Damals hatte er behauptet, mehr als eine Million Menschen seien auf die Mall gekommen. Tatsächlich zeigten die Aufnahmen, dass es sich um eine der kleinsten Inaugurationen der neuen Geschichte handelte.