Donnerstag, 27. August 2020

Trump schaltet sich in Mittelmeer-Krise ein

US-Präsident Donald Trump hat mit dem griechischen Regierungschef Kyriakos Mitsotakis über die angespannte Lage zwischen Griechenland und der Türkei im östlichen Mittelmeer gesprochen. Das Telefonat habe am Mittwochabend stattgefunden, teilte das Büro des griechischen Regierungschefs mit.

US-Präsident Donald Trump versucht nun zwischen Griechenland und der Türkei zu vermitteln und hat mit beiden Seiten gesprochen.
US-Präsident Donald Trump versucht nun zwischen Griechenland und der Türkei zu vermitteln und hat mit beiden Seiten gesprochen. - Foto: © APA/getty / Brian Blanco
Mitsotakis habe Trump darauf aufmerksam gemacht, dass die Aktionen der Türkei im östlichen Mittelmeer den Frieden, die Stabilität in der Region und den Zusammenhalt der Nato gefährdeten. Griechenland sei dazu bereit, zur Entspannung beizutragen – dies aber unter der Voraussetzung, dass die Türkei sofort ihre provokativen Aktionen einstelle, hieß es in der Mitteilung.

Trump telefonierte anschließend auch mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, wie die Kommunikationsbehörde in Ankara mitteilte. Erdogan habe in dem Gespräch deutlich gemacht, dass die Türkei nicht die Seite sei, die für Instabilität sorge. Sein Land habe bereits mit konkreten Schritten bewiesen, dass es zum Dialog bereit sei.

Streit um Festlegung der ausschließlichen Wirtschaftszonen

Wegen Streitigkeiten um die Festlegung ihrer ausschließlichen Wirtschaftszonen (AWZ) sind Griechenland und die Türkei in den vergangenen Wochen an den Rand eines Kriegs geraten. Seit Anfang August bewegen sich zahlreiche Schiffe der türkischen Kriegsmarine im östlichen Mittelmeer südlich der griechischen Inseln Rhodos und Kreta und begleiten ein türkisches Forschungsschiff in der umstrittenen Region. Athen setzte seine Flotte in Alarmbereitschaft. Einen ähnlichen Streit hat die Türkei auch mit Zypern.

dpa

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