Die USA heben dafür vorübergehend Sanktionen gegen Russland auf. Der Kreml bestätigte den Deal, der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisierte ihn mit Blick auf den russischen Angriffskrieg scharf. Trump steht wegen gestiegener Spritpreise in den USA vor den Zwischenwahlen im November unter Druck.<BR /><BR />Seine Ankündigung sorgt auch deshalb für Aufruhr, weil er erst im September ein vom Parlament verabschiedetes Gesetz unterzeichnet hatte, das ihm weitreichende Befugnisse für neue Sanktionen gegen Russland in die Hand gibt. Neben direkten Strafmaßnahmen gegen russische Politiker und Firmen zielte das Gesetz darauf ab, die russischen Öl- und Gas-Exporte stärker einzudämmen, mit denen Russland seinen Krieg gegen die Ukraine finanziert. Der nun von Trump verkündete Schritt geht in die gegenteilige Richtung.<h3> „Freundschaftliches Telefonat“</h3>Ein Kreml-Berater beschrieb das Telefonat zwischen Putin und Trump als „sehr substanziell und freundschaftlich“. Das Gespräch am Freitag habe eineinhalb Stunden gedauert, sagt der außenpolitische Berater Juri Uschakow der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge. „Keiner von beiden wollte der Erste sein, der auflegt.“ Putin und Trump hätten buchstäblich gleichzeitig den Hörer aufgelegt.<BR /><BR />Der US-Präsident teilte nach dem Telefonat mit Putin auf seiner Plattform Truth Social mit, er habe mit dem russischen Präsidenten vereinbart, dass „umgehend“ mehr als 300.000 Tonnen Diesel für die USA und den Weltmarkt zur Verfügung gestellt würden. Im Laufe des Novembers soll laut Trump eine weitere halbe Million Tonnen Diesel freigegeben werden sowie eine Million Tonnen „sofort danach“.