Dienstag, 09. April 2019

Trump und Ägyptens Al-Sisi loben Beziehungen ihrer Länder

US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag den ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi im Weißen Haus empfangen. Die beiden lobten die Beziehungen ihrer Länder. Äußerungen zu strittigen Themen, etwa Menschenrechtsfragen in Ägypten, gab es zunächst nicht. Am Montag (Ortszeit) hatte sich bereits US-Außenminister Mike Pompeo in Washington mit Al-Sisi getroffen.

Al-Sisi und Trump bei einer gemeinsamen Pressekonferenz Foto: APA (AFP)
Al-Sisi und Trump bei einer gemeinsamen Pressekonferenz Foto: APA (AFP)

Aus dem Außenministerium hieß es am Dienstag, Pompeo habe dem ägyptischen Präsidenten für dessen Engagement für Stabilität und Sicherheit in der Region gedankt. Die beiden hätten auch über die Fälle von in Ägypten inhaftierten US-Amerikanern gesprochen. Menschenrechtsfragen wurden auch in der Stellungnahme des Außenministeriums nicht genannt.

Ägypten gilt für den Westen als Schlüsselland für die Stabilität in der Region. Unter Präsident Al-Sisi ist aber die Menschenrechtslage Beobachtern zufolge so schlecht wie niemals zuvor. Laut Menschenrechtlern sitzen Zehntausende politische Gefangene in Ägypten in Haft. Die Regierung Al-Sisis geht mit großer Härte gegen Kritiker vor und rechtfertigt ihre Politik mit angeblicher Terrorgefahr.

Selbstmordanschlag auf Polizeipatrouille

Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Polizeipatrouille auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel sind nach offiziellen Angaben sieben Menschen und der Täter getötet worden. Unter den Opfern seien vier Polizisten und drei Zivilisten, teilte das ägyptische Innenministerium am Dienstag mit. Weitere 26 Menschen seien verletzt worden. Die Terrormiliz „Islamischer Staat” (IS) reklamierte die Tat im Internet für sich.

Der Mitteilung des Innenministeriums zufolge habe sich ein 15 Jahre alter Selbstmordattentäter in der Stadt Scheich Suwaid im Norden der Sinai-Halbinsel in die Luft gesprengt. Die Polizeipatrouille sei auf einem Markt unterwegs gewesen. In den vergangenen Jahren kam es vor allem auf der Sinai-Halbinsel immer wieder zu Anschlägen gegen Sicherheitskräfte.

apa/dpa

stol