Montag, 01. Juni 2020

Trump und Putin sprechen über G7-Gipfel in den USA

US-Präsident Donald Trump hat mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin über den geplanten G7-Gipfel in erweiterter Runde gesprochen. Das teilte der Kreml am Montag in Moskau nach einem Telefonat der beiden Politiker mit. Dabei habe Trump über seine Idee informiert, zu dem Treffen neben Russland auch Südkorea, Australien und Indien einzuladen.

Wladimir Putin hatte viele Fragen.
Wladimir Putin hatte viele Fragen. - Foto: © APA (AFP) / ALEXEY NIKOLSKY
Der Kreml hatte zuvor noch „viele Fragen“ zu der Initiative des US-Präsidenten gesehen. Nach dem Telefonat hieß es von russischer Seite, es sei die Bedeutung hervorgehoben worden, den Dialog zwischen Moskau und Washington zu aktivieren. Das sei auf dem Gebiet der „strategischen Stabilität“ und bei „Vertrauensmaßnahmen im militärischen Bereich“ wichtig. Weitere Einzelheiten wurden nicht dazu mitgeteilt.

Trump, der heuer der Gastgeber des G7-Gipfels der großen Industrienationen ist, will das eigentlich für Juni geplante Treffen auf möglicherweise September verschieben und dazu andere Länder einladen. Ein früherer Vorstoß des US-Präsidenten für eine Rückkehr Russlands war bei den 6 anderen Staaten auf Ablehnung gestoßen. Russland war nach der Krim-Krise im Jahr 2014 aus der Runde geworfen worden, wodurch die G8 wieder zur G7 wurden.

Das Telefonat zwischen Putin und Trump lief dem Kreml zufolge „konstruktiv, sachlich und inhaltlich“. Die Kontakte auf verschiedenen Ebenen sollten fortgesetzt werden, hieß es.

Die beiden Präsidenten sprachen demnach auch über die Situation auf dem Ölmarkt. Das Ölkartell Opec und seine Kooperationspartner hatten sich jüngst auf eine Reduzierung ihrer Fördermengen verständigt. Dies habe zu einer steigenden Ölnachfrage und Stabilisierung der Preise beigetragen, befanden Putin und Trump dem Kreml zufolge.

Der Kremlchef beglückwünschte Trump auch zu dem erfolgreichen Flug des bemannten „Crew Dragon“ zur Raumstation ISS am Wochenende. In den vergangenen Jahren waren die Russen die einzigen, die in der Lage waren, Menschen zur ISS zu bringen. Beide Seiten wollen demnach weiter bei der Raumfahrt zusammenarbeiten, so der Kreml.

apa