Araqchi warnte auch andere Länder. Wer solche Gelder feiere oder davon profitiere, solle bedenken: „Sobald Regierungen die Beschlagnahmung zur Normalität machen, sind die Vermögenswerte von niemandem mehr sicher. Das daraus resultierende Chaos wird weder schön noch friedlich sein“, schrieb er.<BR /><BR />Die Vereinten Nationen forderten unterdessen die Evakuierung von etwa 6.000 Seeleuten auf blockierten Schiffen nahe der Straße von Hormuz. „Die Konfliktparteien sollten dringend darauf hinwirken, den sicheren Transit für die festgesetzten Seeleute zu ermöglichen“, sagte eine Sprecherin von UNO-Menschenrechtskommissar Volker Türk.<BR /><BR />Nach Angaben der US-Armee hatte der Iran in den vergangenen drei Monaten mehr als 30 Handelsschiffe in der Straße von Hormuz angegriffen. Die Kontrolle der Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman ist einer der Hauptstreitpunkte zwischen Washington und Teheran. Sie verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und ist eine wichtige Handelsroute, insbesondere für Öl- und Flüssiggas. Nach einer kurzfristigen Entspannung im Iran-Krieg hatte der Iran die Meerenge de facto wieder geschlossen. Die USA verhängten im Gegenzug erneut eine Blockade iranischer Häfen.<BR /><BR />Der Iran-Krieg weitet sich zudem zuletzt auf das Rote Meer aus, nachdem die vom Iran unterstützten jemenitischen Huthi-Rebellen zu Wochenbeginn eine Blockade der Meerenge Bab al-Mandab verkündet hatten. Nach eigenen Angaben griff die Miliz dann zwei saudi-arabische Öltanker mit Drohnen an. Saudi-Arabien bestätigte zunächst nur einen der beiden Angriffe. Trump drohte der pro-iranischen Miliz eine „militärische Bestrafung“ an.<BR /><BR />Die von den Houthi-Rebellen ausgerufene Seeblockade hat bereits dazu geführt, dass sich der Schiffsverkehr durch die Meerenge Bab al-Mandab verringert hat. Diese ermöglicht den Transit zwischen dem Roten Meer und dem Golf von Aden und bot seit der Blockade der Straße von Hormuz eine Alternativroute für den Ölexport aus Saudi-Arabien.