Samstag, 03. Oktober 2020

Trump wird in einem Militärkrankenhaus behandelt

US-Präsident Donald Trump wird nach Bekanntwerden seiner Corona-Infektion im Walter-Reed-Militärkrankenhaus in Bethesda nördlich von Washington behandelt.

Donald Trump bei der Ankunft im Militärkrankenhaus. - Foto: © APA/afp / BRENDAN SMIALOWSKI
Der Präsidenten-Hubschrauber Marine One landete dort am Freitagabend (Ortszeit) nach einem wenige Minuten langen Flug vom Weißen Haus. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie er – im Anzug und mit Mund-Nasen-Schutz – den Helikopter verließ.

Nach Angaben des Weißen Hauses soll der 74-Jährige die nächsten Tage aus den Büroräumen des Präsidenten in dem Krankenhaus arbeiten. Es handle sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme auf Empfehlung der Ärzte.

Trump: „Ich denke, es geht mir gut“

Trump nahm vor seinem Abflug ins Krankenhaus eine kurze Videobotschaft im Weißen Haus auf. „Ich denke, es geht mir sehr gut“, sagte er in dem am Freitag veröffentlichten, 18 Sekunden langen Video. Er gehe aber trotzdem zur Sicherheit ins Krankenhaus. Der First Lady Melania gehe es „sehr gut“.

Trump bedankte sich für die Unterstützung, die ihm zuteil geworden sei. „Das werde ich nie vergessen.“ Der Präsident trug Anzug und Krawatte. Das Video wurde veröffentlicht als sein Helikopter im Walter-Reed-Krankenhaus landete.

Behandlung mit dem Medikament Remdesivir

Außerdem werde US-Präsident Donald Trump wegen seiner Infektion mit dem Coronavirus mit dem Medikament Remdesivir behandelt. Das ging am Freitagabend aus einem Schreiben seines Leibarztes Sean Conley hervor, wenige Stunden nachdem Trump ins Militärkrankenhaus Walter Reed in Bethesda nördlich von Washington gebracht worden war.

Ärzte sehen Remdesivir, das ursprünglich zur Behandlung von Ebola entwickelt wurde, nicht als Allheilmittel bei einer Covid-19-Erkrankung, oft aber als hilfreich. Nach Angaben des Herstellers kann die Arznei das Sterberisiko bei einem schweren Verlauf der Corona-Krankheit Covid-19 deutlich vermindern.

apa/afp/dpa

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