Dienstag, 11. Juni 2019

Türkei übergibt mutmaßliche Dschihadisten und Kinder an Frankreich

Die Türkei hat drei mutmaßliche Dschihadisten und ihre neun Kinder an die französische Justiz übergeben.

Kinder von verstorbenen IS-Kämpfern, die eine französische  Staatsbürgerschaft hatten, wurden dem französischen Staats übergeben.
Kinder von verstorbenen IS-Kämpfern, die eine französische Staatsbürgerschaft hatten, wurden dem französischen Staats übergeben. - Foto: © shutterstock

Sie seien am Dienstagmorgen vom Inlandsgeheimdienst in Empfang genommen und in Gewahrsam genommen worden, hieß es aus Justizkreisen. Bei den drei Erwachsenen handele es sich um zwei Frauen und einen Mann. Die Kinder wurden Medienberichten zufolge in staatliche Obhut übergeben.

Der Vorgang beruht auf einer Vereinbarung zwischen Frankreich und der Türkei. Demnach werden französische Staatsangehörige, die sich der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) angeschlossen haben, regelmäßig von der Türkei an die französische Justiz übergeben. Der Sender Franceinfo berichtete, dass bis Ende Mai 2019 277 Franzosen im Rahmen der Vereinbarung überstellt worden seien.

Das Schicksal gefangener IS-Kämpfer und ihrer Familien wird international immer wieder kontrovers diskutiert. Erst am Wochenende hatten die syrischen Kurden insgesamt 14 Kinder früherer IS-Kämpfer an Frankreich und die Niederlande übergeben. In der vergangenen Woche hatten die Kurden bereits zwei Frauen und ihre sechs Kinder an die USA übergeben.

dpa

stol