Wie die türkische Presse am Mittwoch meldete, wurden nach der Rede von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan, in der er Syrien zum Feind der Türkei erklärte, zusätzliche Panzereinheiten ins Grenzgebiet verlegt. Allzu forsch dürfte die türkische Regierung laut Meinungsforschern aber nicht vorgehen: Die türkischen Wähler erwarten demnach von Ankara zwar eine Reaktion auf den Abschuss des Militärflugzeugs durch Syrien, verspüren aber keine große Lust auf militärische Auseinandersetzungen. Deshalb rückt die von Erdogan versprochene stärkere Unterstützung für die syrische Opposition immer mehr in den Vordergrund.Die neuen Einsatzregeln der türkischen Armee an der Grenze zu Syrien könnten schon beim nächsten Zwischenfall eine bewaffnete Konfrontation zwischen den beiden Nachbarstaaten auslösen. Im April etwa hatten syrische Soldaten über die Grenze auf türkisches Gebiet geschossen. Damals erwiderten die türkischen Grenzsoldaten das Feuer nicht – bei einem ähnlichen Fall würde das jetzt anders sein.apa