Nach einem Krisentelefonat verbreiteten sie am Freitag eine gemeinsame Erklärung, in der es heißt: „Deutschland und Frankreich sind der Integrität der Eurozone zutiefst verpflichtet. Sie sind entschlossen, alles zu tun, um die Eurozone zu schützen.“ Alle Mitgliedstaaten und die EU-Institutionen müssten dafür ihre Verpflichtungen einhalten.Auf dem EU-Gipfel Ende Juni hatte Hollande sich auf die Seite der Regierungschefs aus Spanien und Italien gestellt, die beide Merkel unter Druck gesetzt hatten. In ihrer Erklärung erwähnten Merkel und Hollande am Freitag weder Griechenland, dem wegen stockender Sparanstrengungen ein Aus der internationalen Hilfe droht, noch die dramatische Lage Spaniens oder das Dilemma Italiens. Die Kanzlerin hatte von ihrem Urlaubsort in Südtirol aus mit Hollande telefoniert. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dpa hatte Hollande um das Gespräch gebeten. Rasche finanzwirksame Entscheidungen seien aber nicht vorgesehen.Am Vortag hatte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, die Entschlossenheit der Notenbank im Kampf gegen die Krise betont. Draghis Äußerungen wurden auch als Signal gewertet, dass die EZB ihr Programm zum Kauf von Staatsanleihen der Euro-Krisenländer wieder aufnehmen könnte. Die französische Tageszeitung „Le Monde“ berichtete ohne Angabe von Quellen, die EZB bereite Käufe von spanischen und italienischen Bonds vor.