Im Februar hatten die US-Behörden an der südlichen Grenze des Landes noch rund 76.500 Migranten aufgegriffen. Die hohe Zahl illegaler Grenzübertritte ist US-Präsident Donald Trump ein Dorn im Auge. Er hat den Kampf gegen die illegale Einwanderung zu einem seiner Leitthemen gemacht.„Die Asyl-Situation muss geregelt werden”, sagte Trump am Dienstag zu Journalisten. Es sei „lächerlich”, dass so viele Migranten aus Zentralamerika in den USA einen Asylantrag stellen könnten. „Das sind Leute, die mit Vorstrafen in unser Land kommen. Es kommen Mörder. Es kommen Drogenbosse. Es kommen Gangs. Und wir stoppen sie.”Ministerin Kirstjen Nielsen tritt zurückTrump hat zuletzt einen personellen Umbau des für den Grenzschutz zuständigen Heimatschutzministeriums begonnen. Am Sonntag reichte Ministerin Kirstjen Nielsen - offenbar auf Druck des Präsidenten - ihren Rücktritt ein. Trump soll sich wiederholt unzufrieden über ihre Arbeit geäußert und der Ministerin mangelnde Härte vorgeworfen haben. Auch Nielsens kommissarische Stellvertreterin, Claire Grady, verlässt ihren Posten. Nielsen schrieb am Dienstabend (Ortszeit) auf Twitter, Grady habe Trump ihren Rücktritt angeboten - mit Wirkung zu diesem Mittwoch. An diesem Tag will auch Nielsen offiziell ihr Amt niederlegen.Es ist fraglich, ob sie das aus freien Stücken tat. Die „New York Times” hatte zuvor unter Berufung auf Gradys Umfeld berichtet, sie wolle nicht freiwillig zugunsten von McAleenan abtreten.apa/dpa/ag.