Donnerstag, 02. April 2020

Über 22.000 Fahrzeughalter mit Zahlung in Verzug

Die Südtiroler Freiheit wollte über eine Landtagsanfrage Auskunft über die Entwicklung bei der Autosteuer. Jetzt liegt die Antwort vor – mit interessanten Zahlen.

Das Land wartet noch auf ausständige Autosteuern in Höhe von über 4 Millionen Euro.
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Das Land wartet noch auf ausständige Autosteuern in Höhe von über 4 Millionen Euro. - Foto: © ANSA / TONY VECE
Die Einnahmen durch Kfz-Steuern stiegen vom Jahr 2015 von 73,5 Millionen Euro bis auf 103,3 Millionen Euro im Jahr 2018. Im Jahr 2019 wurden 99,8 Millionen Euro eingenommen. Dabei kommen die meisten Einnahmen von den EURO-Klassen 4-6. So sind von den 103,3 Millionen Euro im Jahr 2018 94,5 Millionen Euro auf die EURO-Klassen 4-6 zurückzuführen, wobei der Großteil (59,2 Millionen Euro) durch Fahrzeuge der EURO-Klasse 6 eingenommen wurde.

Verwundert zeigt sich die Südtiroler Freiheit über die Zahlen der noch nicht bezahlten Kfz-Steuern. Hier liegen der Landtagsfraktion die Daten der Steuerjahre 2012 bis 2016 vor. Zum Zeitpunkt der Einleitung der Zwangseintreibung, die derzeit im Gange ist, müssen vom Jahr 2016 noch 22.223 Steuerzahlungen in Höhe von 4.866.704 Euro getätigt werden.

Angesichts dieser Zahlen fordert die Südtiroler Freiheit, gleich wie bei den Gemeindegebühren, die Aussetzung der Zahlungsfristen für Kfz-Steuern: „Wir müssen in der jetzigen Corona-Krise alles dafür tun, um die Menschen nicht noch mehr zu belasten“, heißt es in der Pressemitteilung vom Donnerstag.

Der zuständige Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider erklärte gegenüber STOL in der vorigen Woche, dass in Bezug auf die Autosteuer derzeit keine Maßnahmen geplant seien.

pm/zor