Der Gouverneur der Region Leningrad, Alexander Drosdenko, berichtete, dass von russischer Seite 72 feindliche Drohnen abgeschossen worden seien. Im Hafen von Wyssozk am Finnischen Meerbusen seien Teile von Drohnen abgestürzt, sagte Drosdenko der staatlichen russischen Nachrichtenagentur TASS zufolge. Das lokale Medium „Bumaga“ berichtete von einem Feuer am Ölterminal der Stadt. Der Hafen liegt etwa 170 Kilometer nordwestlich von Sankt Petersburg am Finnischen Meerbusen und schlägt Öl, Getreide, Kohle sowie Flüssigerdgas um.<BR /><BR />Zuletzt hatte die Ukraine Anfang Juni Tanks im Ölhafen von St. Petersburg in Brand geschossen, als dort das Internationale Wirtschaftsforum von Kremlchef Wladimir Putin beginnen sollte. Die Stadt liegt mehr als 1.000 Kilometer von der Ukraine entfernt.<BR /><BR />Der Betrieb der getroffenen Gasförderanlage in Poltawa sei eingestellt worden, teilte der staatliche ukrainische Energiekonzern Naftogaz über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. „Der Feind nimmt systematisch Gasförderanlagen ins Visier, um die heimische Produktion der Ukraine zu drosseln und die Vorbereitungen auf die Heizperiode zu erschweren“, heißt es in der Mitteilung weiter.<BR /><BR />In der nordostukrainischen Großstadt Sumy wurden am Freitagabend mindestens vier Menschen durch einen russischen Bombenangriff getötet, wie Präsident Wolodymyr Selenskyj mitteilte. Außerdem gebe es 27 Verletzte. In den Trümmern eines Wohnhauses würden noch Verschüttete vermutet. Nach Angaben der Gebietsverwaltung von Sumy hatte die russische Luftwaffe das Stadtzentrum mit sechs Gleitbomben angegriffen. Kampfjets klinken diese Bomben noch im sicheren eigenen Luftraum aus, sie werden dann über Dutzende Kilometer ins Ziel gelenkt.