Donnerstag, 24. September 2015

Ulli Mair dankt Viktor Orbán – im Namen Südtirols

Was tun mit den Menschen, die sich vor Krieg und Not nach Europa flüchten? Die EU tut sich mit der Beantwortung dieser Frage schwer. Ulli Mair nicht: Sie spricht von Scheinasylanten und dankt Viktor Orbán – im Namen Südtirols.

Viktor Orbán
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Viktor Orbán - Foto: © APA/EPA

„DANKE Viktor Orbán für Grenzschutz, für Wahrung der europäischen Rechtsstaatlichkeit und für eine ordentliche Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik im Interesse der Einheimischen.“ So steht es wörtlich in einer Presseaussendung, die Ulli Mair, Landtagsabgeordnete der Freiheitlichen, am Donnerstag an die Medien schickte.

Höchst umstrittener Politiker

Wie bekannt, ist Viktor Orbán ungarischer Ministerpräsident. Unter seinem Vorsitz hat die Regierung im Juni dieses Jahres beschlossen, die Grenze zu Serbien mit einem vier Meter hohen Zaun abzuriegeln. Damit will man den Zustrom von Flüchtlingen unterbinden. Für diese Maßnahme wurde Orbán scharf kritisiert.

Ulli Mair indessen dankt dem Politiker dafür. In den eigenen Breitgraden sei solche Politik nicht anzutreffen. Die Politik der Landesregierung bezeichnet sie als „angepasst“, hilflos“. Kurz: die einer „grauen Maus“. Mit Landeshauptmann Arno Kompatscher und SVP-Obmann Philipp Achammer sei man längst zum Anhängsel des „linken PD“ geworden.

Mair: Keine Kriegsopfer, sondern potentielle Terroristen

Dabei hätten die Südtiroler längst verstanden, dass „ein Großteil der ‚Flüchtlinge‘ keine Syrer, keine Kriegsopfer, keine armen Familien sind, sondern, dass sich illegale Einwanderer, potentielle Terroristen und Scheinasylanten darunter befinden“, meint zumindest Ulli Mair. Und ergänzt: „Wenn es schon diese realitätsferne linke Landesregierung nicht tut, dann ist es Aufgabe der zweitstärksten Partei im Land, das auszusprechen, was viele Südtiroler denken: DANKE Viktor Orbán.“

stol

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