Die SVP wolle es sich damit leicht machen und die Diskussion auf einen Experten verlagern, um sich selbst aus der Verantwortung bzw. aus der Schusslinie zu stehlen. „Es wird sich dabei auf jeden Fall um einen Beauftragten handeln, der der SVP gut geht und der im SVP-Interesse handelt. Von Unabhängigkeit kann deshalb nicht im Entferntesten die Rede sein. Es ist davon auszugehen, dass alles gleich weitergehen soll“, so Mair. Die Politik der SVP der letzten Monate und Jahre belege eindeutig, dass man nicht an einer Neuorganisation interessiert sei, sondern einzig und allein die Diskussionen zu verlagern versuche.„Es stellt sich ganz klar die Frage, wozu es überhaupt noch einen Landesrat für Energie braucht, wenn es nun ein Experte richten soll? Der Energie-Kommissar könnte dann ja gleich das gesamte Energie-Ressort übernehmen und dem überforderten Landesrat Florian Mussner das Amt abnehmen. Die SVP gesteht damit ein, dass sie nicht mehr fähig ist, dieses Land unabhängig zu verwalten.“Die Südtiroler Politik habe durch den SEL-Skandal einen unglaublichen Schaden davon getragen. „Wir Freiheitlichen haben unseren Vorschlag zur Neuausrichtung der Südtiroler Energie eingebracht, der die Aufgabe der SEL auf die Koordination der lokalen Körperschaften, Genossenschaften und privaten Energieproduzenten vorsieht. Wir bleiben bei unserer Forderung nach Neuwahlen, damit man einer sauberen, unabhängigen und entfilzten Politik den Weg frei macht“, so die Landesparteiobfrau abschließend.