Größeres Vertrauen bei ihren potenziellen Wählern genießen indes die FPÖ und das Bürgerforum Tirol/Liste Fritz, berichtete die „Tiroler Tageszeitung“ (Mittwoch-Ausgabe) über das Ergebnis der von ihr in Auftrag gegebenen Umfrage.Einen Dämpfer erhielt auch Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP), von dem nur 30 Prozent glauben, dass Tirol von dessen Amtseinführung profitiert habe.ÖVP würde nur 44 Prozent der Stimmen erhaltenWären am kommenden Sonntag Landtagswahlen, würde die ÖVP 44 Prozent erhalten (laut TT-Umfrage von 2010: 46 Prozent), die SPÖ würde wie im vergangenen Jahr auf 17 Prozent kommen. Zulegen würde die FPÖ von 13 auf 16 Prozent.Über ein Plus von drei Prozentpunkten auf insgesamt acht Prozent könnte sich auch die Liste Fritz freuen. Einbußen müssten die Grünen mit einem Ergebnis von 13 Prozent (2010: 15 Prozent) hinnehmen. Fritz Gurgiser vom Bürgerklub Tirol bekäme ein Prozent (2010: zwei Prozent).Generell ist die Stimmung für die ÖVP derzeit offenbar nicht so gut. Laut Umfrage-Ergebnis glauben lediglich 29 Prozent der insgesamt 500 Befragten, dass das gegenwärtige politische Klima für die ÖVP günstig sei – um neun Prozentpunkte weniger als 2010. Und auch in den eigenen Rängen habe die Partei mit Gegenwind zu tun. Bei der VP-Anhängerschar ist der Anteil der Pessimisten größer geworden. Nur mehr 55 Prozent (2010: 73 Prozent) bezeichneten die politische Stimmung für die ÖVP am günstigsten.Platter „ohne Amtsbonus“ Dieser Trend spiegelt sich auch in Bezug auf den Landeshauptmann wider. „Platter hat keinen Amtsbonus. Dass 44 Prozent der Befragten und 31 Prozent der ÖVP-Wähler keine Angaben darüber machen können, ob Tirol bisher von seiner Amtsführung profitiert hat, ist ein Wahnsinn“, wurde Meinungsforscherin Sophie Karmasin in der „Tiroler Tageszeitung“ zitiert.„Platter polarisiert nicht einmal“Platter sei es noch nicht gelungen zu zeigen, „was im Land unter seiner Regie umgesetzt wurde und welche Projekte verwirklicht werden konnten“.Für Karmasin sind diese Werte auch im Vergleich zu anderen Landeshauptleuten sehr gering. „Platter polarisiert nicht einmal“, fügte sie hinzu. 2009 hätten noch 47 Prozent geglaubt, dass Platter Akzente setzen habe können.2010 waren es nur mehr 36 Prozent, der aktuelle Wert ist laut Umfrage auf 30 Prozent gesunken. apa