Freitag, 26. Januar 2018

Umsetzung des Gesetzes zur Patientenverfügung

Patienten haben das Recht, lebensverlängernde Maßnahmen abzulehnen, lautet das Gesetz ur Patientenverfügung. Mitte Dezember hat das Parlament es beschlossen. Nun wurde am Donnerstag diskutiert, wie das Gesetz in Südtirol umgesetzt werden soll.

Am Donnerstag wurde diskutiert, wie das Gesetz in Südtirol umgesetzt werden wird. - Foto: lpa
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Am Donnerstag wurde diskutiert, wie das Gesetz in Südtirol umgesetzt werden wird. - Foto: lpa

Bei einem Treffen am Donnerstag haben die Gesundheitslandesrätin Martha Stocker, Generaldirektor Thomas Schael, Sanitätsdirektor Thomas Lanthaler, Pflegedirektorin Marianne Siller und der Präsident des Ethikkomitees, Primar Herbert Heidegger diskutiert, wie das Gesetz in Südtirol umgesetzt wird. Das Gesetz tritt am 31. Januar in Kraft.

„Über die letzte Phase seines eigenen Lebens selbst bestimmen zu können, ist ein zutiefst menschliches Anliegen. Dass das Bewusstsein für die Bedeutung der Patientenverfügung bei uns schon recht groß ist, ist in erster Linie ein Verdienst des Ethikkomitees, das sich schon seit 2010 intensiv mit dem Thema befasst“, erklärt Stocker.

Begleitung durch Hausärzte und Pfleger

Die Entscheidung des Patienten sollte vom Hausarzt oder einem Arzt oder Pfleger des Vertrauens begleitet werden, damit der Patient die Tragweite der Entscheidung auch wirklich verstehe, betont die Landesrätin Stocker.

Darüber hinaus soll es Fortbildungen für Ärzte und Pflegepersonal geben, in denen diese darauf vorbereitet werden, die Menschen in der gesundheitlichen Vorausplanung und bei der Vorbereitung von Patientenverfügungen zu begleiten, ist man sich doch darüber einig, dass vor allem sie die Bezugspersonen für die Patienten sein sollen.

lpa/stol

stol