Demgegenüber stünden 96 Prozent der befragten Männer, die ihr Haus jeden Tag verließen, schreibt die Organisation in einer aktuellen Publikation.<BR /><BR />65 Prozent der für UN Women befragten Frauen gaben an, dass sich ihr Leben nach der Übernahme der Taliban schlechter entwickelt habe, als sie das vorher erwartet hatten. Besonders die massiven Einschnitte im Zugang zu Bildung für sich und ihre Kinder geben sie in der Befragung als Gründe für die verschlechterte Perspektive an.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1346223_image" /></div> <BR /><BR />Sieben von zehn Frauen gaben an, dass sich ihre psychologische Gesundheit im vergangenen Jahr verschlechtert habe. In von UN Women zusätzlich durchgeführten Interviews führten Frauen psychische Probleme auch auf die Restriktionen zurück. Dafür wurden nach Angaben von UN Women in zwei Runden landesweit über 2.000 Personen als repräsentative Gruppe befragt. Die Ergebnisse unterscheiden sich zwischen ländlichen und urbanen Regionen.<h3> Humanitäre Krise in Afghanistan</h3>Am 15. August 2021 hatten die Taliban nach einer Blitzoffensive die afghanische Hauptstadt Kabul eingenommen. In den folgenden Jahren schränkten sie die Rechte von Mädchen und Frauen im Land drastisch ein. Weiterführende Schulen und Universitäten dürfen sie etwa nicht besuchen. Auch aus Teilen des Arbeitslebens werden sie herausgedrängt.<BR /><BR />Afghanistan durchläuft derzeit neben den Einschränkungen für Frauen eine massive humanitäre Krise. 47 Prozent der Minderjährigen seien nach Angaben des Welternährungsprogramms im ersten Quartal dieses Jahres unterernährt gewesen. Unterfinanzierte internationale Hilfsprogramme, schlechte Ernten infolge von Dürren sowie fast 5,9 Millionen Rückkehrer seit September 2023 erschweren die Lage.