Donnerstag, 02. August 2018

Uni Bozen: Neue Bildungs- und Forschungsplattformen

Im Oktober 2017 wurde zwischen der Südtiroler Landesregierung und der Freien Universität Bozen eine Vereinbarung geschlossen mit dem Ziel, Bildungs- und Forschungsplattformen zu gründen, die für einige spezielle Forschungsbereiche eine koordinierte Zusammenarbeit zwischen Universität und den entsprechenden Landesstellen der Autonomen Provinz Bozen gewährleisten können. Am Donnerstag wurden die neu eingerichteten Plattformen für Bildung, Kulturerbe, sowie Kulturproduktion vorgestellt.

Die Uni Bozen bietet neue Bildungs- und Forschungsplattformen an.
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Die Uni Bozen bietet neue Bildungs- und Forschungsplattformen an.

Die Universitäre Plattform Bildung schafft und sichert beste Voraussetzungen zur Bearbeitung gemeinsamer Themenfelder zwischen der Universität und den einzelnen Bildungsakteuren und der Landesverwaltung. Die Plattform wird bei der Konkretisierung von neuen Studiengängen und -angeboten der Fakultät für Bildungswissenschaften beratend tätig sein. Dazu gehört auch, dass von den 3 Bildungssystemen des Landes aufgezeigte Ausbildungsnotwendigkeiten wie Angebote der Höheren Berufsbildung für die universitätsinterne Bearbeitung vorbereitet werden.

Eine verstärkte Zusammenarbeit aller 3 Schulsysteme des Landes soll mit der Fakultät für Bildungswissenschaften bei Fort- und Weiterbildung der Kindergartenpädagogen und Lehrpersonen aller Schulstufen und Schularten ermöglicht und der Transfer von Forschungsergebnissen an der Universität in die Schulwelt unterstützt werden. Als Experte konnte dabei der frühere Schulamtsleiter Peter Höllrigl für die Leitung der Plattform Bildung mit einer Dauer von 3 Jahren gewonnen werden.

Plattform Kulturerbe und Kulturproduktion

Die Universitäre Plattform Kulturerbe und Kulturproduktion basiert auf einem neuen Kulturverständnis als kollektiver Produktion. Dabei ist ein zentraler Aspekt, dass Erforschung und Intervention nicht mehr zu trennen sind.

Die Praxis der Plattform selbst nimmt Teil an der Aushandlung kultureller Prozesse. Die wissenschaftlichen Methoden begleitet stets eine auf spezifische Situationen bezogene Umsetzung, bei denen die Gestaltungskompetenzen der Fakultät für Design und Künste sowohl aus den Bereichen Produktdesign, Kommunikationsdesign und des Service-/Social Designs wie auch der Kunst genutzt werden sollen.

Miteinander aus Theorie und Praxis

Dadurch ist die Methode der Plattform durch ein spezifisches Miteinander aus Theorie und Praxis gekennzeichnet. Erforschung und Umsetzung sind nicht mehr getrennt, sondern greifen ineinander: Das auf spezifische Situationen bezogene Projekt gibt Anlass für forschende Abstraktionen, die unmittelbar wieder in die Praxis zurückfließen.

Als Expertin konnte die Direktorin des Amtes für Bau und Kunstdenkmäler/Abteilung Denkmalpflege Waltraud Kofler Engl gewonnen werden, die ab 1.September die Leitung der Plattform Kulturerbe und Kulturproduktion mit einer Dauer von 3 Jahren antreten wird.

stol

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