Unter dem enormen Druck der Finanzmärkte - die Rendite der Staatspapiere stieg am heutigen Mittwoch auf den dramatischen Rekordwert von 7,47 Prozent - verständigten sich die Fraktionschefs von Regierungs- und Oppositionsparteien am Mittwochabend darauf, das Gesetz und die Reformzusätze schon bis Samstagnachmittag durch Senat und Abgeordnetenhaus zu bringen.Die Situation löste Panik in Rom aus. „Italien erlebt eine dramatische Phase, wir stürzten in den Abgrund“, warnte Industriellenchefin Emma Marcegaglia.„Trotz wichtiger Beschlüsse der Regierung und des Premiers erlebt Italien eine wirklich besorgniserregende Situation“, so die Präsidentin des Unternehmerverbands Confindustria.Zuvor hatten italienische Medien berichtet, das Parlament wolle die Reformen bis spätestens Montag definitiv absegnen.Staatspräsident Giorgio Napolitano hatte mit Blick auf die alarmierende Situation auf den Finanzmärkten die rasche Verabschiedung des Stabilitätsgesetzes versichert.Es bestehe zudem keinerlei Zweifel, dass Regierungschef Silvio Berlusconi danach wirklich zurücktreten werde, sagte Napolitano am Mittwoch.Dann werde man so schnell wie möglich mit Konsultationen beginnen, um eine Übergangsregierung zu bilden. Sei dies nicht möglich, gebe es Neuwahlen.dpa