Mittwoch, 24. Februar 2021

Unterberger: „Brauchen Qualitätssprung bei Coronapolitik“

SVP-Senatorin Julia Unterberger fordert einen Qualitätssprung in der italienischen Coronapolitik.

Senatorin Julia Unterberger: „Wir brauchen einen Qualitätssprung bei der Coronapolitik.“
Senatorin Julia Unterberger: „Wir brauchen einen Qualitätssprung bei der Coronapolitik.“ - Foto: © SVP
„Leider müssen wir weiterhin den Weg der Vorsicht beschreiten: Denn die Varianten des Coronavirus sind eine zusätzliche, ernstzunehmende Bedrohung. Wir wissen derzeit nicht, wie sich die Situation in den nächsten Wochen entwickeln wird.“ Dies betonte Julia Unterberger, Vorsitzende der Autonomiegruppe, am heutigen Mittwoch im Plenum des Senats.

„Wir wissen momentan nur, dass Impfungen der einzige Ausweg sind. Ministerpräsident Mario Draghi hat zu Recht bei seinen europäischen Amtskollegen darauf gedrängt, dass die Pharmaindustrie gezwungen wird die Patente zur Herstellung von Impfstoffen zu veräußern, damit die Produktion gesteigert werden kann“, so Unterberger.

Italien solle sich auch an Schottland orientieren. Dort wird vorerst nur die erste Dosis an Impfstoffen verabreicht. So konnte ein weitverbreiteter Schutz zumindest gegen die schlimmsten Formen der Krankheit gewährleistet werden.

„Betreffend die Wirtschaft sollte Italien daran arbeiten, den Sommertourismus zu retten. Es sollte überlegen die Bemühungen von Griechenland, Spanien, Portugal und Malta zur Einführung eines Corona Impfpasses zu unterstützen. Auch ein Ausgleich für die Folgen der jüngsten Einschränkungen, sollte so schnell wie möglich erfolgen“, erklärt die Senatorin.

Es gelte alles zu tun, um die Öffnung von Grundschulen und Kindergärten sicherzustellen. Denn nur dadurch werde es Eltern und vor allem Müttern ermöglicht, wieder ihrer Arbeit nachgehen zu können.

„Regeln müssen verhältnismäßig und nachvollziehbar sein“

Laut der SVP- Senatorin sollte das Modell der territorialen Differenzierung im Kampf gegen das Virus verstärkt werden: nicht nur von Region zu Region, sondern auch für kleinere Gebiete, in denen ein Anstieg der Infektionen, oder eine Verbreitung von gefährlichen Mutationen verzeichnet wird. „Wichtig ist, dass die Regeln immer verhältnismäßig und nachvollziehbar sind. Und dass sie der Bevölkerung mit der richtigen Vorlaufzeit kommuniziert werden. Dies, um Situationen, wie jene in bezug auf den Wintertourismus zu vermeiden, wo es nicht nur zu Umsatzausfällen, infolge der nicht erfolgten Wiederöffnung gekommen ist, sondern auch unnötige Kosten für die beabsichtigte Wiederaufnahme der Aktivitäten angefallen sind.“

„Wir brauchen“, so Unterberger abschließend, „einen Qualitätssprung bei der Coronapolitik. Und eine umfassende Strategie nicht nur für die nächsten Tage, sondern für die nächsten Monate.“

stol