Donnerstag, 07. November 2019

Unterberger: Fall Segre beweist Notwendigkeit einer Untersuchungskommission

Wie berichtet, ist die italienische Senatorin auf Lebenszeit und Holocaust-Überlebende, Liliana Segre, unter Polizeischutz gestellt worden. 2 Carabinieri werden täglich über die Sicherheit der 89-Jährigen wachen, nachdem sie zuletzt wiederholt mit Mord bedroht worden war, teilte die Sicherheitskräfte am Donnerstag mit. Senatorin Julia Unterberger zeigt sich mehr als solidarisch.

Liliana Segre mit 2 Personenschützer am Donnerstag in Mailand.
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Liliana Segre mit 2 Personenschützer am Donnerstag in Mailand. - Foto: © ANSA / CLAUDIA GRECO

„Es gibt Anlass zur Sorge, wenn eine Zeugin der Shoah gezwungen wird, mit Personenschutz zu leben. Ein solches Maß an Hass, an Diskriminierung und an Intoleranz sucht ihresgleichen – das Schamgefühl ist völlig abhanden gekommen“, so SVP-Senatorin und Vorsitzende der Autonomiegruppe Julia Unterberger in einer Aussendung.

“Wir sprechen Liliana Segre unsere Solidarität aus. Ihr Einsatz steht für jene Werte, die gepflegt und verteidigt werden müssen – und zwar jeden Tag aufs Neue„


„Erst vergangene Woche haben sich die rechten Parteien der Stimme enthalten, als es darum ging, eine diesbezügliche Untersuchungskommission einzurichten: Auf Vorschlag von Senatorin Liliana Segre hätte sich diese mit Phänomenen wie Rassismus und Antisemitismus, Intoleranz und Anstiftung zu Hass und Gewalt beschäftigen sollen.“

„Was passiert ist, beweist umso mehr die Notwendigkeit einer solchen Kommission – und auch aller anderen Initiativen, welche geeignet sind die genannten Phänomene zu bekämpfen.„

STOL hat über den Fall Segre berichtet.

stol