In seinem Brief, den die „Dolomiten“ und STOL am Mittwoch veröffentlicht haben, fuhr Plangger schwere Geschütze auf: „Es nutzt nichts, dass die Senatorin jetzt Ortsobleute anruft, um zu erklären, wie leid es ihr um meine Nicht-Wahl und die gute Zusammenarbeit tue.“ Er habe für Unterberger den Parlamentswahlkampf 2018 geschmissen. Nach der Wahl habe sie ihn und seine Mitarbeiter aber „nicht mehr gekannt“.<BR /><BR /> Weil er nicht „Kofferträger“ bleiben wollte, habe er dann eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit Meinhard Durnwalder gefunden. Dem „Fass den Boden ausgeschlagen“ hätte ein Unterberger-Interview in der ihr nahestehenden Tageszeitung, aus dem man zwischen den Zeilen habe lesen können: „Gut, dass wir den Abi verräumt haben“, so Plangger in seinem Brief ( <a href="https://www.stol.it/artikel/politik/jetzt-rechnet-albrecht-plangger-ab-von-unterberger-links-liegen-gelassen" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Hier lesen Sie den gesamten Brief</a>).<BR /><BR /><b>Unterberger: „Ich kann seinen Frust verstehen“</b><BR /><BR />Julia Unterberger nimmt die Kritik von Albrecht Plangger „mit Verwunderung“ zur Kenntnis. „Ich kann seinen Frust verstehen, dass er die Vorwahlen gegen Dieter Steger verloren hat. Dafür kann er aber keinesfalls mir oder dem Burggrafenamt die Schuld geben. Das Burggrafenamt hat Plangger, wie vereinbart, durchgewählt, wobei es mehr als doppelt so viele Stimmen hat wie der Vinschgau. Ganz offenkundig haben ihm die Stimmen im Eisack- und Pustertal gefehlt.“<BR /><BR />Sie habe „Abi“ niemals „medial abgewatscht“ oder etwas Negatives über ihn gesagt. „Im Gegenteil, wir hatten immer ein gutes Verhältnis und ich habe mich in Rom immer wieder mit ihm getroffen.“ Auch die politische Zusammenarbeit zwischen dem Vinschgau und dem Burggrafenamt sei immer sehr gut gewesen. „Gerade hat unsere jüngste Bürgermeisterin Sonja Plank ein Zeichen gesetzt und zu Gunsten des Vinschgau auf eine Kandidatur als Obmann-Stellvertreterin verzichtet. Umso mehr verwundert diese plötzliche Attacke.“<BR /><BR />*<BR /> Albrecht Plangger legt Wert auf die Feststellung, seinen Brief nicht weitergegeben zu haben. Dieser war an 30 Vinschger Ortsobleute und Bürgermeister sowie sein Unterstützungskomitee gerichtet.