Sonntag, 11. Juli 2021

Unvergessenes Massaker: Ein Bosniake erzählt

Am 11. Juli 1995 hat Bekir Halilovic (27) seinen Vater im Völkermord von Srebrenica verloren. Zum heutigen internationalen Gedenktag gibt der Bosniake tiefe und besonders persönliche Einblicke in eines der dunkelsten Kapitel Europas, und erzählt von seinem jetzigen Leben in Srebrenica – einer Stadt, wo es mehr Tote als Lebendige gibt. + Von Sarah Locher

Bekir Halilovic
Bekir Halilovic - Foto: © privat

Fließend und beinahe akzentfrei spricht Bekir Halilovic in die Kamera, denn schon als kleiner Junge hat er die deutsche Sprache gelernt: „Damals haben vielleicht 20 oder 30 Leute in meiner Straße in Srebrenica gelebt. Kinder wie ich und meine zwei Brüder haben uns oft gelangweilt – bis unsere Mama eine Satellitenschüssel besorgte und wir deutsches Fernsehen gucken konnten.“

sl

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