Mittwoch, 14. November 2018

Unwetter: Dorfmann fordert Unterstützung

Die enormen Schäden, die die schweren Unwetter in Norditalien und in Südtirol angerichtet haben, haben nun auch den Weg ins Plenum des EU-Parlamentes gefunden. EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann hat das Thema am Montag auf die Tagesordnung gebracht: „Wir dürfen die Geschädigten nicht alleine lassen“, sagte er und forderte die umgehende Aktivierung des europäischen Solidaritätsfonds.

EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann hat das Thema Unwetter in Südtirol am Montag auf die Tagesordnung gebracht.
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EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann hat das Thema Unwetter in Südtirol am Montag auf die Tagesordnung gebracht.

Die Europäische Kommission hat den EU-Solidaritätsfonds 2002 in Leben gerufen, um Mitgliedsstaaten nach großen Naturkatastrophen zügig finanzielle Unterstützung zukommen lassen zu können. Seitdem wurde der Fonds nach Überschwemmungen, Waldbränden, Erdbeben, Unwettern und Dürre 80 Mal aktiviert. Über 5 Milliarden Euro sind bis heute in 24 europäische Länder geflossen.

In Italien kamen nach den Erdbeben in Molise, Abruzzen, Emilia Romagna und nach den Überschwemmungen im Veneto im Jahr 2010 insgesamt 2,5 Milliarden Euro zum Einsatz.

Landschaft, Wirtschaft und Tourismus seien stark angeschlagen

„Der Sturm und die Überschwemmungen Ende Oktober haben in Südtirol, im Trentino und in Belluno Schäden verursacht, die über viele Jahre hinweg spürbar und sichtbar sein werden“, sagte Dorfmann am Montag im EU-Parlament in Straßburg. Viele tausend Menschen seien davon betroffen, ganze Gebiete langfristig beeinträchtigt oder nur mehr beschränkt bewirtschaftbar. Die Bevölkerung werde auf eine harte Probe gestellt, betonte der Südtiroler Europaparlamentarier: Naturlandschaft, Wirtschaft, Tourismus und das soziale Gefüge seien stark angeschlagen, betonte er.

Dorfmann hat aber nicht nur über die enormen Schäden berichtet. Betroffene und Anrainer hätten sich sofort an die Arbeit gemacht und mit den Aufräumarbeiten begonnen, sagte Dorfmann und bedankt sich gleichzeitig für die Solidarität und Hilfsbereitschaft zwischen den Menschen.

Das allein genüge laut Dorfmann aber nicht. Auch die Europäische Union müsse aktiv werden und sich solidarisch zeigen, forderte er. Die entstandenen Schäden werden auf runde eine Milliarde Euro geschätzt. „Es braucht umgehende Notstandshilfe“, erklärte der Europaparlamentarier im Plenum. Die Betroffenen sollten so schnell wie möglich zur Normalität zurückkehren können.

stol

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