Donnerstag, 03. September 2020

Unwetterschäden: Eine Million für Sanierung der Straßen

Für dringende Sicherungseingriffe auf den von den Unwettern beschädigten Straßen, vor allem in Welsberg-Taisten und Atzwang, behebt die Landesregierung Geld aus dem Reservefonds. Nach den Unwettern vom vergangenen Wochenende hat die Landesregierung am Mittwoch eine Million Euro aus dem Reservefonds für dringende Eingriffe auf den Straßen in Atzwang und Welsberg-Taisten und in weiteren Orten bereitgestellt.

Auf der Pustertaler Staatsstraße war bei den Unwettern beim Zulauf des Olanger Stausees nahe dem Kreisverkehr nach Welsberg-Taisten ein Teil der Straßenböschung in die Rienz abgerutscht.
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Auf der Pustertaler Staatsstraße war bei den Unwettern beim Zulauf des Olanger Stausees nahe dem Kreisverkehr nach Welsberg-Taisten ein Teil der Straßenböschung in die Rienz abgerutscht. - Foto: © Landesstraßendienst
Der Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider berichtet: „Gleich an mehreren Straßenabschnitten müssen wir nach den Aufräumarbeiten nun schnell Maßnahmen setzen, damit die Verkehrsteilnehmer sich unterwegs sind.“ Wie Philipp Sicher, Direktor der Landesabteilung Straßendienst erklärt, sind verschiedene Arbeiten nötig, um die vom Unwetter in Mitleidenschaft gezogenen Straßen wieder auf Vordermann zu bringen.

„An mehreren Stellen müssen die Straßenböschungen stabilisiert werden, auch einige neue Mauern sind zu bauen und an einigen Abschnitten braucht es Schutznetze“, sagt Sicher. Für die landesweiten kleineren Eingriffe sind 350.000 Euro aus dem Reservefonds vorgesehen.

Welsberg-Taisten: Abgebrochene Staatstraße wieder befestigen

Das Gros der von der Landesregierung aus dem Reservefonds behobenen Gelder geht mit 550.000 Euro nach Welsberg-Taisten. Dort wurde der Boden durch die Unwetter so stark aufgeweicht, dass auf der Pustertaler Staatsstraße (SS49) beim Zulauf des Olanger Stausees nahe dem Kreisverkehr nach Welsberg-Taisten ein Teil der Straßenböschung in die Rienz abgerutscht ist: Auf einer Länge von rund 50 Metern wurde das Straßenbankett und ein Teil der talseitigen Fahrbahn mitgerissen. „Gerade an dieser Stelle müssen wir schnell eingreifen, damit alle auf diesem Abschnitt in Sicherheit unterwegs sind und die Straße nicht noch weiter beschädigt wird“, unterstreicht der Mobilitätslandesrat. Laut aktuellen Daten sind hier täglich 13.000 Fahrzeugen und mehr unterwegs.

Aktuell ist die Abbruchstelle an der talseitigen Fahrspur mit einer Plane abgedeckt. „An der Bergseite wird die derzeit nur einspurig befahrbare Straße erweitert, um eine provisorische Fahrspur einzurichten, damit sich die langen Staus auflösen“, erklärt der Direktor der Straßendiensts Pustertal Götz Florian Rufinatscha. Danach wird an der Talseite gearbeitet. Dort wird dann über einen größeren, bereits mit den Geologen abgestimmten Eingriff die Böschung umfassend gesichert und besser befestigt.

Atzwang: Böschung der Brennerstaatsstraße großräumig sichern

Auf der Brennerstaatsstraße (SS12) in Atzwang waren nach Muren am vergangenen Wochenende noch bis am Dienstag aufwändige Aufräumarbeiten im Gange, bevor die Straße für den Verkehr geöffnet wurde.



Damit die wichtige Nord-Süd-Verbindung für die Verkehrsteilnehmer sicher passierbar bleibt, sind weitere großräumige Aufräum- und Sicherungsarbeiten unverzichtbar, sagt der Mobilitätslandesrat. Auf dem betroffene Straßenabschnitt werden nun die Böschungen wiederhergestellt und stabilisiert. Dazu werden Mikropfähle zur besseren Befestigung eingesetzt. Dafür werden 100.000 Euro aus dem Reservefonds genutzt.

lpa