Mit einem geharnischten Schreiben hat sich die Algunder Vizebürgermeisterin und Gesundheitsreferentin Alexandra Ganner an Landeshauptmann Arno Kompatscher sowie an die Abteilung Gesundheit und an das Amt für Gesundheitssteuerung gewandt. Darin klagt sie über „untragbare Zustände“. <h3> „Öffnungszeiten werden nicht eingehalten, Personal ist nicht zweisprachig“</h3>„Seit der Übernahme der Apotheke und der Medikamentenausgabestelle durch die Neo Apotek wurden leider mehrere Unregelmäßigkeiten und Missstände festgestellt“, sagt Vizebürgermeisterin Alexandra Ganner auf Anfrage. „Ich spreche auch im Namen des Marlinger Bürgermeisters Felix Lanpacher.“ <BR /><BR />In diesem Zusammenhang zählt sie auch einige Probleme auf: „Die Öffnungszeiten werden nicht eingehalten, das Personal ist nicht zweisprachig und der Service ist einfach schlecht“, wettert Ganner.<h3> „Teilweise bis zu einer Stunde warten, bis man Medikamente bekommt“</h3> „Die Leute müssen teilweise eine Stunde anstehen, bis sie ihre Medikamente bekommen. Für die Gesundheitsversorgung sind solche Zustände ein riesengroßes Problem. Die Leidtragenden sind in erster Linie unsere Senioren, vor allem jene, die nicht mobil sind.“ Das Land, das die Aufsichtspflicht über die Apotheken habe, sei bereits aktiv geworden, um den Missstand zu beheben. <BR /><BR />„Wir als Gemeinde können nur intervenieren, ansonsten sind uns die Hände gebunden. Die Gemeinde Marling hat sich auch schon an das Land gewandt“, sagt sie. Auch Algunds Bürgermeister Ulrich Gamper ist fuchsteufelswild und macht seinem Ärger Luft: „Die größte Enttäuschung ist, dass die Apotheke vom Vorbesitzer an eine Kette verkauft wurde und der Profit an erster Stelle steht. Im Mittelpunkt sollte aber das Wohl der Bevölkerung stehen.“