Mittwoch, 13. Mai 2020

Urlaub in Südtirol wohl noch längere Zeit Tabu

Die Hotels und Beherbergungsbetriebe in Südtirol dürfen in weniger als 2 Wochen (25. Mai) wieder aufsperren. Doch auf die ersten Gäste aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wird das Tourismusland Südtirol noch einige Zeit warten müssen.

Südtirol bleibt für Urlauber aus Deutschland wohl bis August unerreichbar.
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Südtirol bleibt für Urlauber aus Deutschland wohl bis August unerreichbar. - Foto: © Helmuth Rier
Die Grenze zwischen Österreich und Italien bleibt wegen der höheren Corona-Ansteckungszahlen in Italien zunächst geschlossen – genau wie die zwischen Frankreich und Spanien. Auch an den deutschen Regeln für Einreisen nach Italien und Spanien wird vorerst nichts geändert. Urlaub in Südtirol bleibt für Deutsche und Österreicher also weiter ein Tabu. Wie aus Berlin durchsickert könnte es von deutscher Seite Lockerungen frühestens im August geben.

Ein harter Brocken für das Urlaubsland Südtirol, das vor allem von den Gästen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz lebt. Auch Gäste aus Italien werden weniger erwartet, da viele Italiener wegen der Coronakrise kein Geld für Urlaub haben. Gar einige Hoteliers wollen deshalb am 25. Mai nicht aufsperren.

Die Grenzen zwischen den Ländern Deutschland, Österreich und Schweiz werden hingegen am 15. Juni geöffnet.


Deutschland und die Reisewarnung


Schrittweise will der deutsche Außenminister Maas auch die weltweit geltende Reisewarnung für Touristen aufheben – einen Zeitpunkt nannte er jedoch zunächst nicht. „Für Europa wird es sicher früher möglich sein, die Reisewarnung aufzuheben als für andere Reiseziele – vorausgesetzt, dass sich der jetzige positive Trend in vielen Ländern verstetigt“, erklärte Maas. Der Außenminister hatte am 17. März die Reisewarnung für alle touristischen Reisen für Deutsche ins Ausland ausgesprochen – ein beispielloser Schritt. Bisher gab es solche Warnungen nur bei einer Gefahr für Leib und Leben, vor allem für Kriegsgebiete wie Afghanistan oder Syrien.

Auch die EU-Kommission plädierte für mehr Reisefreiheit. Gleichzeitig sollen Hotels und Ferienparks neue strenge Hygiene- und Sicherheitsanforderungen erfüllen müssen – etwa durch eine Begrenzung der Gästezahl, damit Abstandsregeln eingehalten werden können. Urlaube sollten zudem in Regionen möglich sein, die ausreichende medizinische Versorgung garantieren könnten.

Alle Artikel sowie die Übersichtskarten der Lage in Südtirol, in Italien und weltweit mit allen aktuellen Zahlen in Sachen Coronavirus finden Sie hier.

zor/dpa

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