Hintergrund des Rom-Besuchs sind die jüngsten Spannungen zwischen dem US-stämmigen Papst und US-Präsident Donald Trump über den Iran-Krieg. Trump hatte wütend auf Friedensaufrufe des Papstes reagiert und dem katholischen Kirchenoberhaupt unterstellt, sich mit einem Land gemein zu machen, „das eine Atomwaffe will“. Rubio ist Sohn kubanischer Einwanderer und anders als Trump selbst Katholik.<BR /><BR />Der Chefdiplomat des Papstes hatte zuvor laut Kathpress die neuerliche Kritik von Trump an Leo XIV. zurückgewiesen. Laut dem Portal „Vatican News“ sagte Kardinalstaatssekretär Parolin am Mittwochabend, es erscheine ihm „zumindest seltsam“, den Papst auf diese Weise anzugreifen oder ihm Vorwürfe zu machen.<BR /><BR />Die wiederholt geäußerte Behauptung Trumps, der Papst akzeptiere iranische Atomwaffen und gefährde damit viele Menschen, sei „sicherlich keine korrekte Behauptung“, betonte der Kardinalstaatssekretär. Der Heilige Stuhl habe sich stets für nukleare Abrüstung eingesetzt und tue dies weiterhin.<BR /><BR />Weitere Vorschläge des Heiligen Stuhls zum Konflikt mit dem Iran werde es nicht geben, der Vatikan setze weiterhin auf Dialog: „Diese Konflikte können nicht mit Gewalt gelöst werden, sondern müssen verhandelt und durch Verhandlungen gelöst werden. Es braucht Verhandlungen in gutem Willen und aufrichtiger Weise“, so Parolin, der die Politik des Vatikans koordiniert.<h3> Papst auch für Gespräch mit Trump offen</h3>Zum Besuch von Außenminister Rubio am Donnerstag im Vatikan sagte Parolin: „Wir werden ihm zuhören, die Initiative ging von ihnen aus.“ Er ergänzte, man werde „über alles sprechen, was in diesen Tagen geschehen ist“.<BR /><BR />Auf eine mögliche Annäherung im Verhältnis zur US-Regierung angesprochen, sagte Parolin, es sei „noch verfrüht“, über ein mögliches Telefonat zwischen Leo XIV. und Trump zu sprechen. Der Papst sei jedoch „für alle Optionen offen“ und habe sich „nie jemandem verweigert“.<BR /><BR />Sollte ein direktes Gespräch mit Trump vorgeschlagen oder erbeten werden, „hätte er sicherlich keine Schwierigkeiten, es anzunehmen“. Parolin betonte, die USA seien weiterhin ein wichtiger Gesprächspartner des Heiligen Stuhls.