Seit Dezember habe lediglich der russische Tanker „Anatoly Kolodkin“ im April einmal Rohöl geliefert. Die Vereinten Nationen bezeichneten Trumps Treibstoffblockade vergangene Woche als rechtswidrig.<BR /><BR />Die steigenden Öl- und Transportpreise angesichts des amerikanisch-israelischen Krieges mit dem Iran erschwerten diese Bemühungen jedoch zusätzlich, so de la O gegenüber staatlichen Medien. Das nationale Stromnetz befinde sich in einem kritischen Zustand. Die Hauptstadt Havanna erlebe die schwersten Stromausfälle seit Jahrzehnten. Viele Stadtteile seien 20 bis 22 Stunden täglich ohne Strom, erklärte de la O.<BR /><BR />Die angespannte Lage verschärfe die Spannungen in der ohnehin von Lebensmittel-, Treibstoff- und Medikamentenknappheit geplagten Stadt. Das Stromnetz werde derzeit ausschließlich mit heimischem Rohöl, Erdgas und erneuerbaren Energien betrieben. Kuba habe in den vergangenen zwei Jahren 1.300 Megawatt Solarenergie installiert, jedoch gehe ein Großteil dieser Kapazität durch Netzinstabilität verloren.<BR /><BR />Am Mittwochabend kam es in mehreren Stadtvierteln der kubanischen Hauptstadt Havanna bereits zu vereinzelten Protesten, bei denen Hunderte von Anwohnern trotz starker Polizeipräsenz mit Töpfen gegen die häufigen Stromausfälle protestierten, wie ein Reuters-Mitarbeiter berichtete.