Kritiker bemängeln, dies sei unethisch und verschaffe Händlern einen Vorteil gegenüber Privatanlegern. Bei den beiden Wall-Street-Firmen handle es sich um die auf Hochfrequenzhandel spezialisierten Unternehmen Susquehanna International Group und Jump Trading.<BR /><BR />Trumps Firma Trump Media and Technology Group hatte den Dienst im Juli angekündigt. Es dürfte das erste Mal sein, dass ein mit einem amtierenden Präsidenten verbundenes Unternehmen den Zugang zu dessen Äußerungen verkauft. In einer Stellungnahme erklärte Trump Media: „Truth Social bietet ein branchenübliches API-Produkt an, für das eine erhebliche Nachfrage in allen Branchen besteht. Wir nehmen die Vertraulichkeit unserer Kunden ernst. Dieser Bericht basiert auf irreführenden Informationen, die von anonymen Informanten verbreitet werden, um unserem Unternehmen, unseren Kunden und Aktionären zu schaden.“<BR /><BR />Ein Sprecher des Weißen Hauses, Davis Ingle, sagte, weder Trump noch seine Familie seien direkt an Anlageentscheidungen beteiligt. „Präsident Trump handelt nur im besten Interesse aller US-Bürger – deshalb haben sie ihn mit überwältigender Mehrheit in dieses Amt wiedergewählt.“<BR /><BR />Gegen das Bezahlmodell von Truth Social ist eine Klage anhängig. Darin wird argumentiert, eine finanzielle Hürde für Regierungsinformationen sei möglicherweise verfassungswidrig. Die Nachrichtenagentur Reuters, ein Konkurrent von Bloomberg, erklärte: „Wir werden den Dienst prüfen, haben aber derzeit keine Pläne, ihn zu abonnieren.“ Die Familienstiftung des Präsidenten hält 41 Prozent an Trump Media, deren alleiniger Begünstigter Trump ist. Die Aktien des Unternehmens haben in diesem Jahr mehr als 50 Prozent an Wert verloren.