US-Vizepräsident JD Vance richtete eine deutliche Warnung an die Regierung in Teheran. „Gewalt wird mit Gewalt beantwortet“, teilte Vance auf der Plattform X mit. Wenn der Iran Meinungsverschiedenheiten über die Umsetzung der Absichtserklärung habe, könne er zum Telefon greifen, erklärte Vance weiter.<BR /><BR />Bei den Angriffen seien iranische Raketen- und Drohnenlager sowie Radaranlagen an der Küste ins Visier genommen worden, begründete CENTCOM das Vorgehen. Die „unbegründete Aggression“ gegen das Handelsschiff sei „eindeutig“ ein Verstoß gegen die Waffenruhe gewesen.<BR /><BR />Der Leiter des nationalen Sicherheitsausschusses im iranischen Parlament wirft indes Trump vor, sich nicht an die Prinzipien von Verhandlungen oder einer Waffenruhe zu halten. Die „rücksichtslose Verletzung der Waffenruhe“ werde aufseiten der USA zu „Rückzug und Bedauern“ führen, sagte er.<BR /><BR />Aus Sirik wurden iranischen Berichten zufolge Explosionsgeräusche gemeldet. Das berichteten unter anderem das Staatsfernsehen Irib und der Sender Press TV. Die iranischen Revolutionsgarden sollen staatlichen Medien zufolge den Angriff abgewehrt haben.<BR /><BR />Laut Trump startete der Iran mindestens vier Drohnenangriffe gegen Schiffe in der Straße von Hormuz. Eine der Drohnen habe ein Frachtschiff getroffen, dieses habe aber seine Fahrt trotz Schadens fortsetzen können. Das US-Militär habe die anderen drei Drohnen abgeschossen. Vor diesem Hintergrund schrieb Trump: „Dies ist offensichtlich ein törichter Verstoß gegen unsere Waffenruhe-Vereinbarung“. Nähere Angaben, wann sich genau die Angriffe ereignet haben sollen, machte er nicht.<BR /><BR />Am Donnerstag war ein Angriff auf ein Frachtschiff in der Straße von Hormuz bekannt geworden. Die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) teilte mit, ein „unbekanntes Projektil“ habe die Brücke des Schiffes beschädigt. Der Vorfall vor der Küste des Omans ereignete sich wenige Stunden, nachdem Irans Revolutionsgarden gewarnt hatten, dass Durchfahrten nur auf von Teheran festgelegten Routen sicher seien.<BR /><BR />Der Iran warnte am Freitag nochmals vor einer Durchquerung der Straße von Hormuz ohne vorherige Abstimmung. Eine sichere Passage durch die Meerenge könne ohne Koordination mit Teheran nicht garantiert werden, so der stellvertretende Außenminister Kazem Gharibabadi auf der Onlineplattform X. Sollte diese ausbleiben, könnten ausgewiesene Routen gesperrt werden. Zuvor hatte der Oman mit der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) temporäre Routen für die Durchfahrt festgelegt.<BR /><BR />Das iranische Außenministerium wies zudem eine gemeinsame Erklärung der USA und des Golf-Kooperationsrates (GCC) zurück. Diese enthalte „interventionistische, unverantwortliche und provokative Standpunkte“, teilte das Ministerium mit. Die US-Militärpräsenz in der Golfregion schüre Unsicherheit und Spaltung. Das Ministerium bekräftigte die Haltung Teherans, wonach die Straße von Hormuz gemeinsam vom Iran und dem Oman verwaltet werden sollte. Dies stehe im Einklang mit einer entsprechenden Absichtserklärung, die mit den USA vereinbart wurde. Nach Angaben des Oman soll die Durchfahrt weiterhin gebührenfrei sein.<BR /><BR />US-Außenminister Marco Rubio hatte diese Woche die Golfstaaten besucht und dabei versichert, die Interessen der Region würden in einem Friedensabkommen mit dem Iran gewahrt. Washington strebe einen dauerhaften Frieden mit Teheran an, der jedoch nicht auf Kosten der Sicherheit seiner regionalen Partner gehen dürfe. Die Verbündeten in der ölreichen Region stehen der vorläufigen Einigung der US-Regierung mit dem Iran skeptisch gegenüber. Sie befürchten, dass die Vereinbarung nach den iranischen Angriffen im jüngsten Konflikt zu nachgiebig ausfallen könnte.