Der Papst habe von seinem Wahlrecht stets Gebrauch gemacht, wann immer sich ihm die Möglichkeit dazu geboten habe, hieß es in der Erklärung. Dies gelte auch für die Jahre, in denen er in Peru gelebt habe. Leo XIV. bekräftigte zudem seine Überzeugung, dass die Teilnahme an demokratischen Prozessen sowohl ein Recht als auch eine Pflicht der Bürger sei.<h3> Papst soll Briefwahlunterlagen Anfang Oktober beantragt haben</h3>Medienberichten hatte der Papst Briefwahlunterlagen für die Midterms am kommenden Dienstag in den USA beantragt. Der gebürtige US-Amerikaner – mit bürgerlichem Namen Robert Francis Prevost – habe den Antrag bereits Anfang Oktober im US-Staat Illinois gestellt, berichteten die „Chicago Sun Times“ und der Sender NBC News unter Berufung auf die Behörden im Bezirk Will County bei Chicago.<BR /><BR />Bisher sei aber noch kein ausgefüllter Stimmzettel des Papstes eingegangen, berichtete der Sender NBC News. Bei den Parlamentswahlen am Dienstag (3. November) werden alle Sitze im Repräsentantenhaus und ein Teil der Sitze im Senat neu vergeben. Die Republikaner von US-Präsident Donald Trump ringen darum, ihre knappen Mehrheiten dort zu verteidigen.<h3> Angespanntes Verhältnis zu Trump</h3>Das Verhältnis zwischen den aktuellen Staatsoberhäuptern des Vatikan und der USA gilt als angespannt. Mehrfach hatte Leo Trumps Politik in der Vergangenheit kritisiert – etwa zu Pressefreiheit, Migration und dem Iran-Krieg. Trump hatte den Pontifex daraufhin mehrfach scharf persönlich angegriffen. Eine direkte Begegnung der beiden hat es bisher nicht gegeben.<h3> Erster Papst aus den USA</h3>Der 71-jährige Leo wurde in Chicago geboren. Er wurde am 8. Mai 2025 zum 267. Papst gewählt und ist damit der erste US-Amerikaner an der Spitze der römisch-katholischen Kirche. Neben der US-Staatsbürgerschaft besitzt er auch die Staatsbürgerschaften von Peru, wo er lange als Geistlicher tätig war, und des Vatikans.<BR /><BR />Mitte Oktober wurde Leo der untere Lappen seines rechten Lungenflügels entfernt, in dem sich ein Tumor befand. Dieser stellte sich als sogenanntes Lungenadenokarzinom heraus, laut Experten die häufigste Form von Lungenkrebs.