Freitag, 15. März 2019

USA bereiten für Zeit nach INF-Vertrag Raketentest vor

Die USA bereiten für die Zeit nach dem Ende des INF-Abrüstungsabkommens Anfang August den Test einer konventionellen Rakete vor. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass Russland sich vor Ablauf der Kündigungsfrist am 2. August wieder an das Abkommen halte, würden die USA die Aussetzung des Vertrages zurücknehmen, teilte Pentagon-Sprecherin Michelle Baldanza am Freitag mit.

Die USA hat den INF-Vertrag Anfang Februar mit Wirkung zum 2. August gekündigt.
Die USA hat den INF-Vertrag Anfang Februar mit Wirkung zum 2. August gekündigt. - Foto: © shutterstock

Ansonsten bleibe es dabei, dass die USA das Abkommen beenden würden. Die „Washington Post“ hatte kürzlich unter Berufung auf hochrangige Quellen im Verteidigungsbereich berichtet, das US-Militär plane den Test eines landgestützten Marschflugkörpers mit einer Reichweite von rund 600 Meilen (knapp 1000 Kilometer) im August.

Im November solle eine Mittelstreckenrakete mit einer Reichweite von etwa 1800 bis 2500 Meilen (rund 2900 bis 4000 Kilometer) folgen.

INF-Vertrag noch bis Anfang August gültig

Die Zeitung schrieb, zunächst gehe es bei den Tests nur um neue konventionelle Raketen. Sie könnten in Zukunft aber theoretisch auch mit Atomsprengköpfen ausgestattet werden.
Die USA hatten den INF-Vertrag Anfang Februar mit Wirkung zum 2. August gekündigt.

Sie begründeten diesen Schritt damit, dass Russland das Abkommen seit Jahren mit neuen Mittelstreckenraketen verletze. Baldanza warf Russland vor, alleine für das Ende des Vertrages verantwortlich zu sein, sollte Moskau Waffensysteme, die gegen das Abkommen verstoßen, nicht bis Ablauf der Frist zerstören.

apa/dpa

stol