Die USA versprechen eine Belohnung von bis zu 10 Millionen US-Dollar (8,7 Millionen Euro) für Informationen über Irans Führung, darunter das neue Staatsoberhaupt Modschtaba Chamenei. Es geht unter anderem um mehrere einflussreiche Führungspersonen rund um die iranischen Revolutionsgarden, der Elitestreitmacht Irans, wie das US-Außenministerium mitteilte. Die USA werfen den Revolutionsgarden vor, weltweit terroristische Akte zu planen und durchzuführen.<BR /><BR />Modschtaba Chamenei ist der Sohn von Ajatollah Ali Chamenei. Der langjährige Religionsführer war am 28. Februar zu Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran bei einem Bombardement im Zentrum der Hauptstadt Teheran getötet worden. Modschtaba Chamenei überlebte den Angriff.<h3> USA greifen iranische Öl-Insel an</h3>Die USA haben laut Präsident Donald Trump Militäranlagen auf der für Irans Ölindustrie wichtigen Insel Kharg zerstört, um Teheran zur Wiederöffnung der Straße von Hormus zu bewegen. <BR /><BR />Auf eine Vernichtung der Öl-Infrastruktur habe er „aus Gründen der Anständigkeit“ verzichtet, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social, warnte die Führung in Teheran jedoch: Sollte der Iran oder jemand anders die Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus versuchen zu behindern, werde er diese Entscheidung „sofort überdenken“. Von der Insel Kharg exportiert der Iran 90 Prozent seines Rohöls.<BR /><BR />Der Iran blockiert die für den globalen Ölexport wichtige Meerenge, der Schiffsverkehr ist nahezu zum Erliegen gekommen. US-Kriegsschiffe sollen Trump zufolge in Kürze Tanker durch die wichtige Meerenge begleiten. Die Eskorte der US-Marine werde „bald“ beginnen, sagte Trump zu Journalisten. Einen genauen Zeitpunkt nannte der US-Präsident allerdings nicht.<h3> Kriegsschiffe auf dem Weg nach Nahost</h3>Das Pentagon schickt Medienberichten zufolge weitere Kriegsschiffe und Marine-Infanteristen in den Nahen Osten. Die bereits in der Region eingesetzten US-Streitkräfte erhielten Verstärkung durch Tausende Infanteristen, mehrere Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge, berichtete das Nachrichtenportal „Axios“ unter Berufung auf einen ranghohen US-Beamten. Die Infanteristen wären dem Bericht zufolge in der Lage, falls gewollt auch Bodeneinsätze durchzuführen.<BR /><BR />Ein Sprecher der iranischen Streitkräfte warnte unterdessen nach Angaben des regierungstreuen Senders Press TV, dass im Falle eines Angriffs der USA auf die Öl-, Wirtschafts- oder Energieinfrastruktur des Landes „alle entsprechenden US-Einrichtungen in der Region zerstört werden“. Die „gesamte regionale Öl- und Gasinfrastruktur, an der die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten ein Interesse haben“ werde in dem Fall in „in Brand gesteckt und zerstört“, warnte auch die den Revolutionsgarden nahe stehende Nachrichtenagentur Fars.