Das Schreiben drücke den Frust darüber aus, dass einige Partner den USA Zugangs-, Stationierungs- und Überflugrechte verweigerten. Diese seien jedoch „die absolute Basis für die NATO“, heiße es in der Mail. Die skizzierten Maßnahmen zielten unter anderem darauf ab, „schwierige“ Länder von wichtigen oder prestigeträchtigen Positionen innerhalb der NATO auszuschließen.<BR /><BR />Von einem Austritt der USA aus der NATO sei aber nicht die Rede, sagte der Insider. Das hatte US-Präsident Donald Trump mehrmals angedroht. Auch die Schließung von Stützpunkten in Europa werde darin nicht gefordert.<BR /><BR />Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums erklärte: „Wie Präsident Trump gesagt hat, waren unsere NATO-Verbündeten trotz allem, was die USA für sie getan haben, nicht für uns da.“ Das Pentagon werde sicherstellen, dass der Präsident über glaubwürdige Optionen verfüge, damit die Verbündeten „nicht länger ein Papiertiger sind, sondern ihren Teil beitragen“. Trump hatte die Bündnispartner scharf dafür kritisiert, dass sie keine Kriegsschiffe entsandt hatten, um die seit Beginn des Iran-Kriegs gesperrte Straße von Hormuz zu öffnen.<BR /><BR />Die US-Regierung hat besonders Spanien, Mitglied seit 1982, im Visier. Die dortige Regierung hatte erklärt, sie werde die Nutzung ihrer Stützpunkte oder ihres Luftraums für Angriffe auf den Iran nicht gestatten. Die USA haben dort die Stützpunkte Rota und Moron. Ein Ausschluss Spaniens aus der NATO hätte der E-Mail zufolge zwar nur begrenzte Auswirkungen auf US-Militäroperationen, aber eine erhebliche symbolische Bedeutung. Wie die USA einen solchen Schritt durchsetzen könnten, ließ der Insider offen.<BR /><BR />Der sozialdemokratische, spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez erklärte am Freitag vor dem informellen Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs in Zypern: „Wir arbeiten nicht auf der Grundlage von E-Mails. Wir stützen uns auf offizielle Dokumente und Regierungspositionen, in diesem Fall der USA.“